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13.10.2012

16:25 Uhr

Kreise

Spanien ab November mit ESM-Hilfen

Die Spekulationen, ob und wann Spanien Hilfen des ESM in Anspruch nimmt, reißen nicht ab. Am Rande des IWF-Treffens in Tokio werden ranghohe Vertreter der Euro-Zone nun mit dem Startdatum November zitiert.

Spaniens Wirtschaftsminister Luis de Guindos im Gespräch mit Jean-Claude Juncker. Reuters

Spaniens Wirtschaftsminister Luis de Guindos im Gespräch mit Jean-Claude Juncker.

TokioDie Euro-Zone rechnet nach den Worten ranghoher Vertreter im November mit einem Antrag des hoch verschuldeten Spanien auf Hilfen durch den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM). "Ich bin sicher, dass es dann passieren wird - im November", sagte ein mit der Sache vertrauter Vertreter der Euro-Zone am Samstag in Tokio. Auch ein ebenfalls auf Anonymität bestehender Kollege nannte den kommenden Monat als Termin für den seit langem erwarteten Antrag Spaniens. Dieser solle dann im Paket mit einem revidierten Programm für Griechenland und Hilfen für die Mittelmeerinsel Zypern behandelt werden.

Mit der Paketlösung, so einer der Offiziellen, wolle die Euro-Zone Rücksicht auf Deutschland und andere Länder nehmen, die lange und schmerzhafte Parlamentsdebatten vermeiden wollten. Bundestagsabgeordnete ließen sich nur dann zum Ja zu Hilfen bewegen "wenn es um Leben und Tod geht". Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble seien zudem der Ansicht, im Bundestag in dieser Frage "nur noch einen Schuss" zu haben.

Die Zeit drängt den Angaben zufolge auch deshalb, weil das spanische Schuldenmanagement nur bis zum Jahresende durchfinanziert ist. Ab Januar müsse das Land mit höheren Zinsen auf seine Anleihen rechnen, weil das südeuropäische Land seine Defizitziele verfehlt haben dürfte, die Regierung den notleidenden Regionen unter die Arme greifen müsse und die Steuereinnahmen fielen. Derzeit zahlt Spanien für Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit 5,8 bis sechs Prozent Zinsen.

Von

rtr

Kommentare (23)

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Account gelöscht!

13.10.2012, 17:26 Uhr

ESM - es geht weiter...

Es geht immer weiter mit Krediten und Geldtransfer.

Man sollte sich einmal den Artikel im Schweizer Tagesanzeiger von heute durchlesen.

Darin erklärt Heiner Flassbeck (Chefökonom der UNO-Organisation für Welthandel und Entwicklung) eindrucksvoll, warum sich die Euroländer schnellstens trennen müssen.

Hier hingegen, sind die Euro Wahnsinnigen (befeuert noch durch den Schwedischen Blechpokal) mittlerweile im Delirium angelangt.

Na ja, der Krug und der Brunnen.
Irgendwann wird auch der letzte Narr es noch einsehen.

Heulen und Zähneklappern steht da noch einigen bevor.

Apropos Brunnen: die politische 'Elite' sollte dann von uns in diesem versenkt werden.

Republikaner

13.10.2012, 18:21 Uhr

GR ist doch bestimmt auch schon drinnen - nur informiert uns keiner.
Wer den ESM in Anspruch nimmt, kann seine Anteile nicht bezahlen. Wer übernimmt eigentlich die zig Milliarden von GR und E? Auch das ist jetzt schon auffällig: der ESM gibt kein Pressemitteilungen! Na Prost Mahlzeit. Willkommen in der Welt von Mafia und Obstruktion.
Die nächste Wahl wird eine Generalabrechnung über die Verschleuderung von hunderten (!) von Milliarden an Steuergeldern.

Republikaner

13.10.2012, 18:38 Uhr

Jeder Kaninchenzüchterverein hat einen "Schatzmeister", der Rechenschaft abliefern muß auf Heller und Pfennig genau über Einnahmen und Ausgaben.Ab 1,2 Bio € spielt das wohl keine Rolle mehr. In welches Irrenhaus hat uns unsere Politik gebracht?

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