Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.07.2013

18:54 Uhr

Krieg an Universitäten

Militärforschung bringt Hochschulen Millionen

An deutschen Hochschulen gilt Forschungsfreiheit. Heißt das, über alles darf geforscht werden? Studenten fordern eine „Zivilklausel“, die militärische Forschungsaufträge von den Hochschulen fernhalten soll.

Afghanische Aufständische werfen mit Steinen auf ein US-Militär-Fahrzeug. Wie man solche Aufstände künftig verhindern kann, wurde nun erforscht – von der Uni Kiel. ap

Afghanische Aufständische werfen mit Steinen auf ein US-Militär-Fahrzeug. Wie man solche Aufstände künftig verhindern kann, wurde nun erforscht – von der Uni Kiel.

Berlin/KielÖffentliche Hochschulen in Deutschland erhalten jährlich in Millionenhöhe Forschungsaufträge mit militärischem Bezug. In den Jahren 2007 bis 2012 übertraf das Gesamtvolumen in vier Bereichen 35 Millionen Euro. Dies geht aus Angaben des Verteidigungsministeriums auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa hervor. Schwerpunkte waren die Wehrtechnik mit gut 19 Millionen Euro und die Medizin mit 15 Millionen.

Über die Zulässigkeit militärischer Forschung wird derzeit an mehreren Universitäten gestritten. In Kiel etwa fordern Studenten eine „Zivilklausel“, die anderswo schon gilt und solche Forschungsaufträge ausschließen soll.

Der wehrtechnischen Forschung und Technologie widmeten sich laut Verteidigungsministerium 124 Hochschulprojekte, 30 wurden allein 2012 vergeben. In der Medizin wurden im genannten Zeitraum 34 Projekte vergeben. Zudem gab es zehn Geologie-Projekte. Ferner wurde eine Studie zur Aufstandsbekämpfung erstellt – von der Uni Kiel. Dabei ging es vor dem Hintergrund des Afghanistan-Einsatzes auch um Empfehlungen an die Politik für eine effektivere ressortübergreifende Zusammenarbeit. Insgesamt erhielt die Hochschule im Norden knapp 4 Millionen Euro.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

DERHEINZ

30.07.2013, 19:58 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×