Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.03.2014

13:41 Uhr

Krim-Krise

Steinmeier wehrt sich gegen Kritik aus Nato

Medienberichten zufolge sperrt sich Deutschland gegen deutlichere Reaktionen der Nato auf das russische Vorgehen auf der Krim – für Frank-Walter Steinmeier ist das Quatsch: Er erwartet eine „faire Diskussion“.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier schaut auf dem Flug des Airbus A340-300 "Konrad Adenauer" von Addis Abeba in Äthiopien nach Daressalam in Tansania in seine Unterlagen:  „Wir werden sehr deutlich machen, dass unsere Nato-Partner Anspruch auf jeden Schutz des Nato-Vertrages haben und ihrer Solidarität sicher sein können.“ dpa

Außenminister Frank-Walter Steinmeier schaut auf dem Flug des Airbus A340-300 "Konrad Adenauer" von Addis Abeba in Äthiopien nach Daressalam in Tansania in seine Unterlagen: „Wir werden sehr deutlich machen, dass unsere Nato-Partner Anspruch auf jeden Schutz des Nato-Vertrages haben und ihrer Solidarität sicher sein können.“

BerlinBundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat Vorwürfe zurückgewiesen, Deutschland verhindere eine deutliche Reaktion der Nato auf das russische Vorgehen in der Krim-Kise. Die Bundesrepublik habe sich in den vergangenen Wochen verantwortungsvoll verhalten und werde das auch künftig tun, sagte der SPD-Politiker am Freitag in Berlin. "Und deshalb verstehe ich auch nicht, dass solche Debatten - wie sie jetzt im Nato-Rat in den nächsten Wochen stattfinden - über die Öffentlichkeit stattfinden."

Nach Medienberichten soll sich Deutschland im transatlantischem Militärbündnis gegen die von anderen Staaten gewünschte Ausweitung militärischer Präsenz etwa durch mehr Patrouillenflüge im Baltikum oder die Entsendung von Marineverbänden in die östliche Ostsee sperren. Deutschland wolle sich offenbar an keiner einzigen Maßnahme beteiligen, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf Nato-Kreise.

Deutscher Unternehmer in Russland: „Kaeser hat einen ganz wichtigen Schritt gemacht“

Deutscher Unternehmer in Russland

exklusiv„Kaeser hat einen ganz wichtigen Schritt gemacht“

Dem Siemens-Chef schlägt nach seinem Auftritt mit Putin herbe Kritik entgegen. Unternehmer Quirin Wydra sieht das ganz anders. Er hat zahlreiche deutsche Marken in Russland etabliert – und sieht Kaeser als Diplomaten.

Im Nato-Rat werde in der kommenden Woche eine „faire Diskussion“ über die Maßnahmen des Verteidigungsbündnisses geführt werden, kündigte Steinmeier an. Er halte nichts von Schuldzuweisungen in der Öffentlichkeit bevor die Minister die Vorlagen auf dem Tisch liegen hätten. Wer wirklich das immer noch vorhandenen Risiko einer Eskalation hin zu militärischen Auseinandersetzungen verhindern wolle, „der muss uns auch die Gelegenheit geben, diese Debatte mit der notwendigen Ernsthaftigkeit im Nato-Rat unter den Mitgliedern zu führen“.

Mit Blick auf Staaten, die früher Teil der Sowjetunion waren und in denen die Furcht vor einer russischen Intervention nach der faktischen Abspaltung der Krim von der Ukraine ausgeprägt ist, erklärte der Außenminister: „Wir werden sehr deutlich machen, dass unsere Nato-Partner Anspruch auf jeden Schutz des Nato-Vertrages haben und ihrer Solidarität sicher sein können.“

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

28.03.2014, 18:31 Uhr

@pem
Bündnisfall?? Hoffentlich tritt der nie ein! 9/11 war nie einer. Den hatten sich die Ami's mit ihrem Neokollonialismus selbst zuzuschreiben. Und D tat gut daran sich nicht am Irakdesaster zu beteiligen. Leider ging der Kelch Afghanistan nicht an uns vorbei. Aber die Säbelrassler stehen offensichtlich schon wieder Gewehr bei Fuß!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×