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07.04.2014

07:15 Uhr

Krim-Krise

Von der Leyen sieht Verhältnis zu Russland schwer beschädigt

Wladimir Putin macht mit seiner Ukraine-Politik das Verhältnis zwischen Russland und Europa kaputt, sagt Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Eine militärische Auseinandersetzung sei aber „abwegig“.

Von der Leyen (beim Truppenbesuch in Feldkirchen): „viel Vertrauen zerstört“ dpa

Von der Leyen (beim Truppenbesuch in Feldkirchen): „viel Vertrauen zerstört“

BerlinWegen der Krim-Krise sieht Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) das Verhältnis zu Russland auf längere Sicht beschädigt. Russlands Präsident Wladimir Putin habe „mit der Annexion der Krim viel Vertrauen zerstört“, sagte die Ministerin der „Bild“-Zeitung. Es werde „lange dauern, das wieder aufzubauen“. „Voraussetzung dafür ist vor allem anderen, dass Russland dazu beiträgt, dass sich die Lage wieder entspannt“, sagte von der Leyen.

Spekulationen über eine militärische Auseinandersetzung des Westens mit Russland nannte von der Leyen „abwegig“. Der Konflikt müsse friedlich gelöst werden. Leitlinie der Politik des Westens in der Krise sei: „Wir zeigen Einigkeit und Stärke. Aber wir suchen auch das Gespräch“, sagte die CDU-Politikerin.

Einen Beitritt der Ukraine zur Nato lehnte von der Leyen ab. „Das ist zurzeit kein Thema. Das Land erfüllt nicht die Grundvoraussetzungen, um der Nato beizutreten“, sagte die Verteidigungsministerin. Die Ukraine habe enorme wirtschaftliche Probleme. „Das Land kämpft mit Korruption, muss ein demokratisches Staatswesen erst noch aufbauen. Dabei wollen wir helfen.“

Die Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland sind extrem gespannt, seit die proeuropäische Opposition nach monatelangen Protesten Ende Februar den prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch stürzte. Im Zuge des Konflikts annektierte Moskau die ukrainische Halbinsel Krim, nachdem sich die mehrheitlich russischstämmige Bevölkerung dort in einem umstrittenen Referendum dafür ausgesprochen hatte. Der Westen verurteilte die Annexion als völkerrechtswidrig und belegte Russland mit Sanktionen.


Von

afp

Kommentare (12)

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Account gelöscht!

07.04.2014, 07:58 Uhr

Die Frau hat besorgniserregend wenig Ahnung. Besser wäre sie in einer Kita aufgehoben.

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07.04.2014, 08:25 Uhr


V.d.L löst mit Konflikte. Gute Nacht Frau Beckmann.

Loklapolitiker verfuegen über Chuzpe, Berlin weniger.
Weltpolitische Dummheit nennt sich die Devise.

Ob diese Dame je eine gute Publikation zur russischen Seele ihr eigen nennt ? Von Ost-West-Politik vergangener Jahre bekam sie ebenfalls nur am rand was mit.

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07.04.2014, 08:26 Uhr

Der Blick scheint derzeit bei der Bundesregierung ziemlich einseitig ausgerichtet zu sein. Da treten die US-Amerikaner unsere Grundrechte mit Füßen und unsere Bundesregierung lenkt den Zorn der Bürger gegen Russland.

Bisher könnten wir Bürger "1 + 1" addieren. Sollen wir uns das künftig abgewöhnen?

Frau von der Leyen, diese Einseitigkeit ist nicht gut. Sie sollten wieder zur Linie zurück.

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