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17.01.2016

08:54 Uhr

Kriminalität

Razzia gegen Nordafrikaner in Düsseldorf

Quelle:dpa

Im sogenannten Maghreb-Viertel nahe dem Düsseldorfer Hauptbahnhof hat es am Samstag eine Großrazzia gegeben. Rund 300 Beamte waren seit 17.30 Uhr im Einsatz. Heute will die Polizei mehr mitteilen.

Maghreb-Viertel

Bilanz der Großrazzia: 300 Personen überprüft, 40 verhaftet

Maghreb-Viertel: Bilanz der Großrazzia: 300 Personen überprüft, 40 verhaftet

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DüsseldorfMit mehreren Hundert Beamten ist die Polizei am Samstag in Düsseldorf zu einer Razzia in das sogenannte Maghreb-Viertel eingerückt. Aufklärungsergebnisse hätten ergeben, „dass sich hier zu bestimmten Zeiten Personen treffen und aufhalten, die im Verdacht stehen, Taschen- und Gepäckdiebstähle sowie Straßenraub- aber auch Drogendelikte zu begehen”, hieß es zur Begründung.

Auch die Bundespolizei und städtische Behörden beteiligten sich an dem Großeinsatz in dem Viertel rund um den Bahnhof. Ergebnisse sollten erst am Sonntag bekanntgegeben werden. Das Viertel gilt als Rückzugsort vor allem nordafrikanischer Banden, daher der Name.

Allein aus Nordafrika halten sich nach einer kürzlich vorgelegten Polizeibilanz gut 2200 mutmaßliche Diebe in Düsseldorf auf. Vor allem Nordafrikaner sollen auch für die Übergriffe auf Frauen an Silvester in Köln verantwortlich sein.

Köln und die Polizei: „Rasante“ Entwicklung bei Verdächtigen aus Nordafrika

Köln und die Polizei

„Rasante“ Entwicklung bei Verdächtigen aus Nordafrika

Nach den Übergriffen von Köln geraten vor allem nordafrikanische Männer ins Visier der Ermittler. Aktuelle Zahlen belegen nun, dass die Zuwanderung aus der Region erheblich zunimmt.

Die Politik diskutiert derzeit über Möglichkeiten, straffällige Marokkaner, Algerier und Tunesier leichter abzuschieben und ihre Länder zur Zurücknahme zu bewegen.

Die Ausweisung ausländischer Straftäter

Reform des Aufenthaltsgesetzes

Der Staat kann kriminelle Ausländer aus Deutschland ausweisen. So waren Straftäter bis zur Reform des Aufenthaltsgesetzes im vergangenen Jahr „zwingend“ auszuweisen, die zu mindestens drei Jahren Haft verurteilt wurden.

„Ausweisungsinteresse“ versus „Bleibeinteresse“

Nun sieht das Gesetz vor, dass die zuständigen Stellen zwischen dem „Ausweisungsinteresse“ des Staates (etwa bei kriminellem Verhalten eines Ausländers) und dem „Bleibeinteresse“ des Betroffenen (wie der Berücksichtigung von Familienverhältnissen oder persönlichen und wirtschaftlichen Bindungen in Deutschland) abwägen sollen.

Straftaten wiegen besonders schwer

Das „Ausweisungsinteresse“ des Staates wiegt gemäß Paragraf 54 des Aufenthaltsgesetzes besonders schwer, „wenn der Ausländer wegen einer oder mehrerer vorsätzlicher Straftaten rechtskräftig zu einer Freiheits- oder Jugendstrafe von mehr als zwei Jahren verurteilt worden ist“.

Rückreisesperre

Wer ausgewiesen wird, darf für eine bestimmte Zeit nicht wieder zurück nach Deutschland und kann bis zum Ablauf dieser Frist auch keine neue Aufenthaltserlaubnis in der Bundesrepublik bekommen. Die Dauer dieser Sperre variiert von Fall zu Fall.

Ausweisung und Abschiebung

Die Begriffe Ausweisung und Abschiebung werden oft synonym verwendet. Die Abschiebung ist der eigentliche Akt einer – von Behörden erzwungenen – Ausreise aus Deutschland: Wer eine „Ausweisungsverfügung“ erhält, aber nicht freiwillig das Land verlässt, wird abgeschoben.

Über die Ergebnisse der Razzia soll am Sonntag informiert werden.

Kommentare (1)

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Herr Günther Schemutat

18.01.2016, 08:21 Uhr

Das Maghreb - Viertel ist doch schon jahrelang ein Problem für die Bevölkerung und der Polizei. Aber ROT/GRÜN ist nun einmal die Schutzmacht dieser Leute und vor Gericht gehen diese Leute fast immer durch die Drehtür.

Alles müsste reformiert werden, aber nun ist es bald zu spät. Vor allen Richtern muss klar gemacht werden das Kuschel Urteile zu mehr Verbrechen führen,genau wie Urteile von Richter Gnadenlos. Urteile nach Parteibuch sind das allerletzte!

Mittlerweile hört man von der Polizei über ihre Sorgen in ganz Deutschland und das Lagebild der Kriminalität ist erschreckend.

Das weinerliche Bild der Innenminister und des Justizminister kann man nicht mehr hören.

Wir brauchen neue Innenminister, die einfach sagen und tun:

Wir räumen ab jetzt Deutschland auf , mit aller Härte.

Was hören wir? Wir sind in großer Gefahr und die wird immer grösser.

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