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02.01.2006

15:22 Uhr

Krise überwunden

CSU in Bayern aus dem Umfragetief heraus

Die CSU hat ihr Umfragetief überwunden: Einer repräsentativen Umfrage kämen die Christsozialen im Freistaat auf 56 Prozent, wenn am kommenden Sonntag Landtagswahl wäre. Ministerpräsident Edmund Stoiber scheint wieder fest im Sattel zu sitzen - meint selbst einer, der ihn gern beerbt hätte.

Edmund Stoiber. Foto: dpa dpa

Edmund Stoiber. Foto: dpa

HB MÜNCHEN. Die Umfrage des Hamburger GMS-Instituts im Auftrag des Fernsehsenders Sat 1 ergab, dass die SPD auf 22 Prozent käme, die Grünen könnten mit sieben Prozent rechnen. FDP und Freie Wähler würden mit vier Prozent den Einzug in den Landtag verfehlen. Nach der Bundestagswahl hatte der Verzicht von CSU-Chef Stoiber auf das Amt des Bundeswirtschaftsministers die CSU einbrechen lassen. In Umfragen kam die Partei Mitte November nur noch auf 45 Prozent. Stoiber wurde in der eigenen Partei in Frage gestellt.

Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber erklärte die Personalspekulationen nun für beendet. Einen Tag vor der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im Bundestag in Wildbad Kreuth sagte Huber dem Handelsblatt: „Es gibt derzeit keine Bestrebungen - jedenfalls keine die man ernst nehmen müsste - ,personelle Entscheidungen zu treffen. Die CSU hat doch auch in schwierigen Zeiten Zustimmungswerte, von denen die anderen Volksparteien nur träumen können.“

Mit der Rückkehr Stoibers nach München habe er „persönlich keine Probleme gehabt“, sagte Huber. Da wird viel zu viel spekuliert. „Die Chance bayerischer Ministerpräsident zu werden, kam für mich ja sehr kurzfristig. Darauf habe ich nicht Jahre lang gewartet“, sagte Huber und fügte hinzu: „Ich habe jetzt ein außerordentlich interessantes Amt als Wirtschaftsminister. Vergessen Sie nicht: Ich stehe heute politisch wesentlich stärker da als zu Beginn des vergangenen Jahres.“

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