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08.03.2013

06:41 Uhr

Kristina Schröder

Die Anti-Frauenministerin

VonDietmar Neuerer

Der Internationale Frauentag ist für Kristina Schröder kein Grund zum Feiern: SPD und Grünen halten der Frauenministerin Versagen auf ganzer Linie vor. Da nützt es auch wenig, dass sie von der CSU Rückendeckung erhält.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) mit einer Fingerpuppe. dpa

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) mit einer Fingerpuppe.

BerlinIm Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist sie die Ministerin ohne Fortune. Kristina Schröder gilt schon lange als Nullnummer. Die „Bild“-Zeitung brachte ihre Bilanz einst auf den Punkt: „Kein Mut! Keine Ideen! Kein Erfolg! Nix ist öder als die Politik von Frau Schröder“. Weder auf dem Feld der Familienpolitik konnte die CDU-Politikerin aus Hessen überzeugen, noch in der Frauenpolitik. Das wiegt umso schwerer an einem Tag wie dem heutigen, dem Internationalen Frauentag.

Dass Schröder bei der weiblichen Bevölkerung nicht durchdringt, hat sie sich größtenteils selbst zuzuschreiben. Mit ihrem feminismuskritischen Buch hat sie es sich mit vielen Frauen verscherzt. Und sie nahm dabei das Risiko in Kauf, endgültig als Anti-Frauenministerin abgestempelt zu werden. Verwunderlich ist das nicht, wenn man die Ministerin reden hört. „In meinem Buch geht es darum, dass Frauen auf fremde Einmischung in ihr Leben gut verzichten können. Mit diesem Selbstbewusstsein kämpfe ich für die Frauenrechte.“, erklärte sie einst. Damit lieferte Schröder, wenn auch unfreiwillig, einer Erklärung dafür mit, warum sie frauenpolitisch kaum etwas erreicht hat.

Porträt: Kristina Schröder, die Unbeliebte

Porträt

Kristina Schröder, die Unbeliebte

Die jüngste Ministerin im Bundeskabinett hat es schwer: Egal ob Betreuungsgeld oder Frauenquote, Kristina Schröder erntet viel Spott und Kritik. Auch die Auftritte rund um ihr Buch machten sie nicht gerade beliebter.

SPD und Grünen ziehen denn auch eine vernichtende Bilanz ihrer Arbeit. „Keine Frauenministerin zu haben, würde weniger negativ auffallen als diese. Kristina Schröder blockiert alles, was Frauen tatsächlich voranbringt und unterstützt“, sagte die kinder- und familienpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Katja Dörner, Handelsblatt Online.

Die Frauenquote für Führungspositionen und die ungeklärte Frage der Frauenhausfinanzierung seien die besten Beispiele. Auch in Sachen Lohnungleichheit und Mini-Jobs habe Schröder „null“ erreicht. „Stattdessen hat Ministerin Schröder brav und ohne Murren das frauenpolitisch katastrophale Betreuungsgeld durchgewunken“, kritisierte Dörner und fügte hinzu: „Eine durch und durch düstere Bilanz.“

Kommentare (10)

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bhayes

08.03.2013, 07:39 Uhr

"Der Staat" hat sich grundsätzlich aus allen gesellschaftlichen Themen herauszuhalten. Er hat auch allen Zwang zu unterlassen. Und insbesondere darf er niemals den Bürgern bestimmte gesellschafsansätze aufzwingen, es ist alleine Sache der Menschen SELBST, dies FÜR SICH SELBST (und nicht für andere) zu bestimmen.
Menschenquoten z.B. sind reiner Faschismus, weil hier grundlos ein Teil der Bevölkerung zulasten eines andere bevorzugt werden.
Frau Schröder hat sehr wohl Recht, wenn Sie sagt, "dass Frauen auf fremde Einmischung in ihr Leben gut verzichten können".
Wir brauchen eine sofortige Beendigung all dieser Zwangmaßnahmen und Indoktrinationen.
Insofern stimme ich zu, dass Frau Schröder nicht nur keine Glanzleistung gebracht hat, aber genau im umgekehrten Sinne (trotz einiger Ansätze).

vandale

08.03.2013, 08:05 Uhr

Frau Schröder ist nicht so tief in der Links-feministischen Ideologie verhaftet wie Ihre Vorgängerinnen. Das wird anscheinend von linken Politikerinnen und Journalisten als sehr schlimm empfunden.

Als Mann kann ich nur vermuten, dass Fr. Schröder in der Bevölkerung nicht so schlecht ankommt. Der Radikalfeminismus ist bei linken Wählerinnen stärker verbreiet als bei konservativen Wählerinnen.

Eine Anti-Feministin ist Sie gewiss nicht.

Die grösste und grausamste Menschenrechtsverletzung die das aktuelle politische System begeht ist dass es in Deutschland kein vollstreckbares Recht für getrennte, oder geschiedene Väter gibt ihre Kinder zu sehen. Viele Mütter nutzen dies zu Lasten der Kinder um ihren eigenen Hass auf Ex-Partner auszudrücken, oder um zu mehr Geld zu gelangen. Millionen Kinder haben ihre Väter seit der Trenung nicht mehr gesehen. Dies ist weltweit ziemlich einmalig. Ab und an verurteilt der EGMR (Europäischer Gerichtshof für Menshenrechte) Deutschland. Das wird dann lediglich in der TAZ vöffentlicht. Selbst in Ländern wie Aegypten, oder Iran können nicht betreuende Elternteile Besuchsrechte vollstrecken lassen. Fr. Schröder hat diesbezüglich so wenig getan wie ihre Vorgängerinnen.

Vandale

JHeimann

08.03.2013, 08:36 Uhr

Absurde Überschrift! Anti ...?

Und was die im Artikel aufgewärmte Gottesfrage angeht:
Die lächerlich gemachte Aussage von Frau Schröder hatten wir schon vor 50 Jahren im Religionsunterricht so gehört - vertreten von Pfarrern!

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