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09.10.2012

10:35 Uhr

Kritik am Bundesumweltminister

Mit gratis Energieberatungen gegen die Kostenlast

Ein Spitzentreffen soll das Stromsparen in Deutschland voranbringen - etwa durch kostenlose Beratungen. Denn die Kosten der Energiewende lasten schwer auf den Verbrauchern. Reine Symbolpolitik, kritisiert die Opposition.

Peter Altmaier will die Energiewende bezahlbar machen. dapd

Peter Altmaier will die Energiewende bezahlbar machen.

Kostenlose Energieberatungen für Verbraucher, das ist Peter Altmaiers Plan um den steigenden Kosten für Verbraucher durch die Energiewende vorzuwirken. Der Bundesumweltminister holt sich dafür Hilfe von Verbänden.Für diesen Dienstag hat der Umweltminister Vertreter von Wohlfahrtsverbänden, Kommunen und der Energiebranche sowie Verbraucherschützer zu einem runden Tisch eingeladen, um über eine Ausweitung kostenloser Energieberatungen zu sprechen. Am Mittag will der Minister über die Ergebnisse des runden Tisches informieren. Doch schon jetzt hagelt es Kritik von der Opposition.

Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin kritisierte die geplante Stromspar-Initiative von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) als reine Symbolpolitik. „Was nützt es, wenn der Arbeitslosengeld-II-Bezieher lernt, wie er seine Energiekosten senken kann, wenn im gleichen Atemzug die Energieverschwendung woanders steuerlich begünstigt wird“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

„Herr Altmaier ist offensichtlich eher für symbolische Politik als dafür, eine tatsächliche Energieeinsparung auf den Weg zu bringen.“ Trittin betonte, Union und FDP trieben die Strompreise der Bürger, weil sie auch Hähnchenmäster und Rechenzentren von der Zahlung der Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien befreiten.

Bisher gibt es kostenpflichtige Energieberatungen der Verbraucherzentralen und den Stromspar-Check der Caritas sowie des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen. Dabei werden Langzeitarbeitslose zu Stromsparhelfern geschult, die gratis Energiesparartikel einbauen. Im Schnitt können den Projektträgern zufolge so rund 86 Euro Stromkosten pro Jahr gespart werden. Doch dieses Angebot gilt bisher nur für Empfänger von Sozialleistungen.

Kommentare (10)

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Martina

09.10.2012, 12:11 Uhr

Sparen sollen nur die Armen, der Gürtel zieht sich immer enger zu ...

Account gelöscht!

09.10.2012, 13:15 Uhr

Bedanken sie sich bei den "abschalten sofort" Schreihälsen.

Account gelöscht!

09.10.2012, 13:20 Uhr

Diese hochgepuschten Preise müssen endlich auf den Tisch.
Wer verdient daran? Wieviel Subventionen werden gezahlt?
Die Lügerei in diesem Bereich muß aufhören

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