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29.09.2014

17:46 Uhr

Kritik an „Foto-Ministerin“

SPD verliert Geduld mit Ursula von der Leyen

Die SPD-Spitze macht Verteidigungsministerin von der Leyen wegen der Pannen bei der Bundeswehr schwere Vorwürfe. Dabei kann sie nur bedingt etwas für die Probleme. Hinter den Attacken stecken auch andere Motive.

Wie viel Inszenierung darf sein? Ursula von der Leyen in einer Transall auf dem Flug in den Nordirak. ap

Wie viel Inszenierung darf sein? Ursula von der Leyen in einer Transall auf dem Flug in den Nordirak.

BerlinEigentlich ist Thorsten Schäfer-Gümbel nicht so der Hau-Drauf-Typ. Und eigentlich soll hier Yasmin Fahimi stehen. Doch die SPD-Generalsekretärin ist krank. So spricht der SPD-Vize am Montag nach der Präsidiumsschalte im Atrium des Willy-Brandt-Hauses. Und nutzt die Chance, um kräftig wie kaum ein Sozialdemokrat zuvor gegen die Verteidigungsministerin auszuteilen. Mit der man regiert.

„Ich sehe Frau von der Leyen ständig auf Fotoreisen“, lästert der Hesse, als wäre die SPD in der Opposition. Die CDU-Politikerin rede von Tabubrüchen und Paradigmenwechseln in der deutschen Außenpolitik, mache hier einen flotten Spruch, da einen flotten Spruch.

Und dann werde bekannt, dass trotz eines Etats von rund 32 Milliarden Euro Flugzeuge am Boden bleiben müssen und Hubschrauber kaputt sind. Oder Maschinen für den Ebola-Hilfseinsatz in Afrika Probleme haben – am Montag wurde bekannt, dass eine Transall-Transportmaschine auf dem Weg in den Senegal defekt auf Gran Canaria feststeckt.

Von der Leyen brauche nicht mehr Geld, schließlich werde in diesem Jahr aus ihrem Etat rund eine Milliarde an den Bundeshaushalt zurückfließen. 2013 seien sogar 1,5 Milliarden Euro zurückgeflossen.

„Die Verteidigungsministerin muss jetzt Managementqualitäten beweisen und die Bundeswehr mit den vorhandenen Mitteln fit machen“, fordert auch SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann. Schäfer-Gümbel rät ihr, „ein bisschen weniger Fototermine zu machen und sich mehr mit dem Handwerk zu beschäftigen“.

Er ist das Sprachrohr von SPD-Chef und Vizekanzler Sigmar Gabriel, der bisher nur intern in einer Fraktionssitzung über sie gelästert hatte: Selbst wenn sie im Kopierraum ihres Ministeriums stehe, schaue sie in die Ferne und lasse sich fotografieren.

Kommentare (9)

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Frau Margrit Steer

29.09.2014, 17:59 Uhr

Vor einer Kanzlerin v.d. Leyen möge uns aber der liebe Gott beschützen

Herr Johnny Ringo

29.09.2014, 18:19 Uhr

Es gibt Ebola, die Pest, Malaria und Frau vdL.

Herr Norbert Wolter

29.09.2014, 18:22 Uhr

32 Mrd. € sind bei den Aufgaben, die die BW international meistern soll, schlicht und einfach ein Witz. Das gilt aber auch für andere europäische Nato-Mitglieder. Man versteckt sich weiterhin hinter dem Etat der USA und gefällt sich in der Rolle des Moralisten.
Übrigens sollte die SPD nicht so laut meckern, denn auch sie sparen die innere und äußere Sicherheit Dtlds. kaputt.

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