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08.04.2012

09:33 Uhr

Kritik an Parteispitze

FDP nimmt sich selbst in die Mangel

Österliche Kritik in der FDP: Parteichef Rösler geht hart mit Vorgänger Westerwelle ins Gericht, Dirk Niebel redet dagegen, Wolfgang Kubicki teilt gegen die aktuelle Marschroute aus. Die Umfragewerte bleiben - kritisch.

Philipp Rösler geht buchstäblich sich selbst, sprichwörtlich Guido Westerwelle an den Kragen. dpa

Philipp Rösler geht buchstäblich sich selbst, sprichwörtlich Guido Westerwelle an den Kragen.

BerlinUnter dem Druck anhaltend schlechter Umfragewerte setzt die FDP-Führung ihren Streit über die Ausrichtung der Partei fort. Parteichef Philipp Rösler ging an Ostern mit seinem Vorgänger Guido Westerwelle hart ins Gericht, Wolfgang Kubicki kritisierte seinerseits die aktuelle Spitze.

Die schwarz-gelbe Regierungskoalition liegt zwar erstmals seit zwei Jahren in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Emnid wieder vorn. Union und FDP kommen demnach wie in der Vorwoche auf eine Zustimmung von 40 Prozent, wie die „Bild am Sonntag“ als Ergebnis der Befragung berichtet. Die SPD gab dagegen einen Prozentpunkt ab und liegt damit gemeinsam mit den Grünen bei noch 39 Prozent. Von der Entwicklung profitiert die Piratenpartei, die zehn Prozent nach neun Prozent in der Vorwoche erhielt.

Die Zustimmung für die Liberalen reicht demnach allerdings mit vier Prozent weiterhin nicht für einen Einzug in den Bundestag aus. Die Union kam auf 36 Prozent und müsste sich ohne die FDP einen anderen Koalitionspartner suchen, um Regierungspartei zu bleiben. Die Sozialdemokraten erhielten 26 Prozent, die Grünen unverändert 13 Prozent. Die Linkspartei verharrt bei sieben Prozent. An der Umfrage nahmen 2800 Personen teil.

Und so formulierte Rösler harsche Kritik an Ex-Parteichef Westerwelle: „Die FDP hat sich zu lange auf das Thema Steuersenkung reduziert“, sagte der Wirtschaftsminister der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Den Liberalismus auf die Formel 'mehr Netto vom Brutto' zu reduzieren, das ist zu wenig“ und werde der Grundidee der Freiheit nicht gerecht. „Deshalb habe ich die Partei inhaltlich neu ausgerichtet“, sagte Rösler. Das von ihm in den Vordergrund gestellte Thema Wachstum umfasse Themen wie Schuldenabbau und Finanzmarktregulierung, aber auch Bildung, Kultur und familienpolitische Fragen.

Vier Wochen vor der Wahl in Schleswig-Holstein hat der Kieler FDP-Spitzenkandidat Wolfgang Kubicki die Parteispitze in ungewöhnlich scharfer Form attackiert. Er ging in der „Bild am Sonntag“ auch mit dem neuen Leitbegriff „Wachstum“ der FDP-Führung unter Parteichef Philipp Rösler hart ins Gericht. Bei den Liberalen entbrannte zugleich ein Streit über das Erbe des Ex-Vorsitzenden Guido Westerwelle - sein Nachfolger Rösler kritisierte die thematische Ausrichtung der Partei.

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

08.04.2012, 09:55 Uhr

Die FDP soll breiter aufgestellt werden, also so verteilt das
sie unsichtbar wird. Das sollte Rösler bedenken denn eine
Volkspartei wird die FDP wohl niemals werden. Was Kubicki betrifft der nach eigenen Aussagen mal an Selbstmord gedacht hatte, aber davon absah weil die Ostsee zu kalt war. So einer
sollte "auf wärmeres Wetter warten" oder sich auf SH konzentrieren. Er sollte sich von der Bundespolitik abgrenzen und eines der schönsten Länder Deutschlands
so vertreten wie es sich gehört. Bundespolitik der FDP ist Gift.

RD1

08.04.2012, 10:59 Uhr

Solange die FDP "everybodys-darling" sein will und sich nicht auf seine Stammwähler konzentriert (warum will die FDP immer diesen "Sozial-Mist" mitmachen ? Sie holt sowieso keine Stimmen im linken Lager) werde ich nicht aus Überzeugung aber mangels Alternativen, die Piraten wählen.
Würde die FDP von heute auf moregn das Programm von Schäffler umsetzen, bräuchte sie sich um den Einzug in die Parlamente keine Sorgen machen. 10% Stimmen allemal.

Account gelöscht!

08.04.2012, 12:35 Uhr

Bubi Rösler hat von nichts Ahnung, davon aber sehr viel.
Er benimmt sich laufend wie ein Kind, das dem anderen die Sandschippe auf den Kopf haut.
Er selbst ist Teil des Problems.
Antatt mit diesen Rettungsschirmen auf die Linie von Schäffler zu gehen, küßt er lieber der Merkel die Füße.
So eien FDP braucht niemand

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