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27.03.2006

08:55 Uhr

Kritik an Wahlzetteln

„Die Westerweiterung ist gründlich gescheitert“

Für die WASG bleibt die Luft in Westdeutschland dünn - nicht nur, aber wohl auch wegen der "Wickelfaltung", wie sie selbst glaubt.

Die linksgerichtete Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG) hatte es kommen sehen. Schon vor Schließung der Wahllokale lag auf der Hand, woran es liegen würde, wenn ihr der Einzug in den rheinland-pfälzischen Landtag verwehrt bliebe - an der "Wickelfaltung" der Wahlzettel. Weil der untere Bereich des Papiers abgefalzt sei, bemerkten viele Menschen nicht, dass nach der zuletzt sichtbaren Liste neun noch sechs weitere Parteien folgten, kritisierte die Partei, die angetreten war, den Sozialdemokraten zuerst den Schlaf und dann die Stimmen zu rauben.

Zumindest aus Letztem wurde nichts: Weder in Mainz noch im baden-würtembergischen Stuttgart gelang den Linken der Einzug ins Landesparlament. Die "Westerweiterung", freute sich denn auch Matthias Platzeck, Bundesvorsitzender der SPD, sei auch mit Oskar Lafontaine gründlich gescheitert. Die SPD bleibe die Volkspartei der linken Mitte.

In Sachsen-Anhalt konnte "Die Linkspartei" ihre Position als zweitstärkste Kraft festigen. Weil das aber kaum jemanden überraschte, musste die Freude übers Große und Ganze umso lauter tönen, zum Beispiel von Seiten des Bundesgeschäftsführers Dietmar Bartsch: "Das ist ein guter Tag für die Linke in Deutschland." Linkspartei-Wahlkampfleiter Bodo Ramelow unterstrich die engagierte Zusammenarbeit seiner Partei und der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG). Die Linke habe Form und Farbe angenommen und werde ihren Weg als vereinigte Partei nehmen. Bartsch betonte, auch in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz seien mit dem Antreten der WASG die richtigen Signale gesetzt worden. Über den Streit um die geplante Fusion der beiden linken Parteien betteten Bartsch und Ramelow Schweigen.

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