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10.08.2011

17:20 Uhr

Kritik in den eigenen Reihen

Röslers Schonzeit ist zu Ende

Die FDP dümpelt in Umfragen seit Wochen im niedrigen einstelligen Bereich. Vorstandsmitglied Kubicki fordert mehr Mut zur Führung von seinem Parteichef. Viele Unionswähler sehnen sich nach der großen Koalition zurück.

In der FDP wächst langsam die Kritik an ihrem nicht mehr ganz neuen Parteichef Rösler. Quelle: Reuters

In der FDP wächst langsam die Kritik an ihrem nicht mehr ganz neuen Parteichef Rösler.

BerlinDie Schonzeit für den neuen FDP-Vorsitzenden Philipp Rösler läuft allmählich ab. Der Fraktionschef der Liberalen in Schleswig-Holstein, Wolfgang Kubicki, verlangte von dem neuen Vizekanzler und Wirtschaftsminister mehr Mut zur Führung. „Es ist frustrierend, auch für alle Wahlkämpfer, dass die FDP aus dem Umfragetief nicht herauskommt“, sagte er in der „Leipziger Volkszeitung“. In Umfragen verharrt die Partei derzeit bei ihrem Negativrekord von drei Prozent.

Rösler hat am 13. Mai den FDP-Vorsitz von Guido Westerwelle übernommen, der die Partei zehn Jahre lang geführt hatte. Am Ende der kommenden Woche ist er 100 Tage im Amt, auch als Wirtschaftsminister. Das Vertrauen der Wähler konnte der 38-Jährige in dieser Zeit nicht zurückgewinnen: Im aktuellen Forsa-Wahltrend des Magazins „Stern“ und des Fernsehsenders RTL dümpelt die FDP weiter im Dauertief von drei Prozent. Bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin droht den Freidemokraten das Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde.

Kubicki klagte, die FDP habe für Fragen, die die Menschen bewegten, keine vernünftigen und verständlichen Antworten. „Wir lavieren statt zu führen, von der Euro-Krise über die Rolle Deutschlands in der Welt bis hin zum demografischen Wandel, zur Steuerpolitik und zur Bildungspolitik“, sagte er. Notwendig sei etwa eine ehrliche Steuerdebatte. „Es müssen Milliardenschulden abgebaut werden, da können wir nicht gleichzeitig mit der Forderung auftreten, das Steuerniveau insgesamt abzusenken. Bis 2020 geht da wohl gar nichts“, betonte der FDP-Politiker. Allerdings müsse die kalte Progression abgebaut werden.

Kommentare (5)

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Kackbolzen

10.08.2011, 17:26 Uhr

Die FDP kapiert nicht, dass es ihre Europapolitik ist, die sie vernichtet. Diese "Euro-Retterei", das bedenkenlose Mithelfen beim Brechen von Verträgen und Gesetzen. Nur wenn die FDP es schafft, sich gegen dieses sozialistische "politische Projekt" Euro auszusprechen und entsprechend zu handeln, wird sie wieder wählbar. Der FDP würde hier allerdings auch die große Herausforderung zukommen, dass sie einen Plan vorlegt, wie die EU nicht zerbricht, wenn der Euro zerbricht!

So wie jetzt wird die FDP in der Bedeutungslosigkeit verschwinden; es gibt schon genug sozialistische Parteien in Berlin!

Account gelöscht!

10.08.2011, 18:25 Uhr

Hat denn wirklich jemand geglaubt, dieser Grinseheini kann eine Partei führen?
Spielt Wirtschaftsminister auf Bundesebene. Woher aht der denn Wirtschaftserfahrung?
Jeder Sachbearbeiter mit 20 Jahren Berufserfahrung macht diesem Jüngling doch was vor
Die FDP hat außerdem kein Konzept, keine Linie, sie hechelt nur der Sozialistin Merkel hinterher.
Wir haben doch nun schon genug linke Parteien, da brauchen wir die FDP nicht.
Und wenn sie aus ihren Löchern kommt, ist es Dummgeschwätz wie jetzt von diesem Jüngling Lindner der mal wieder auf dei Älteren los geht und das Arbeitslosengeld kürzen will
Eine Chaostruppe die nur noch aus Teenagern besteht
Wer braucht denn so was?
Ich wähle die nicht mehr

Nachwuchs

10.08.2011, 19:00 Uhr

Roesner muss weg, sofort! Wie kann ein Mensch es zulassen, das seine Leute, wie Lindner fordern, kein Geld für Ältere???
früher war es weg mit Juden, jetzt weg mit älteren Deutsche!

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