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02.09.2013

14:48 Uhr

Kritik von Unternehmern

Steinbrück kann bei der Wirtschaft nicht punkten

VonDietmar Neuerer

ExklusivSPD-Chef Gabriel sprach von einem brillanten Auftritt Steinbrücks im TV-Duell. In der Wirtschaft überzeugte der Kanzlerkandidat nicht. Im Gegenteil: Ein Verband sieht sich in seiner Kritik sogar mehr als bestätigt.

Peer Steinbrück: Wirtschaft und Beamte rebellieren gegen Pläne des SPD-Kanzlerkandidaten. ap

Peer Steinbrück: Wirtschaft und Beamte rebellieren gegen Pläne des SPD-Kanzlerkandidaten.

BerlinNach dem Fernsehduell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem SPD-Herausforderer Peer Steinbrück beginnt naturgemäß der Kampf um die Deutungshoheit. Insofern überrascht es wenig, das der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel den Auftritt Steinbrücks für "brillant" hält, während CDU-Generalsekretär ermann Gröhe, dass Merkel mit „viel Sachverstand, sympathisch im Auftritt, vor allem aber mit großer Glaubwürdigkeit“ das Duell am Sonntagabend „klar“ für sich entschieden habe.

Für die Wirtschaft hat insbesondere der Auftritt Steinbrücks wenig Neues gebracht. Die Zusicherung des Kanzlerkandidaten, wonach bei einem SPD-Wahlsieg nicht die Steuern für alle erhöht würden, überzeugte die Bundesvorsitzende des Verbands „Die Jungen Unternehmer“, Lencke Wischhusen, jedenfalls nicht. „Auch wenn Steinbrück immer wieder betont, dass er nur „einige Steuern für einige“ erhöhen will: Mit dem SPD-Steuerprogramm wird er die Wirtschaft in eine Abwärtsspirale treiben und letztlich doch alle treffen – Familienunternehmen und ihre Arbeitnehmer“, sagte Wischhusen Handelsblatt Online.

Nach dem TV-Duell: „Steinmerkelbrück“ – wie das Netz spottet

Nach dem TV-Duell

„Steinmerkelbrück“ – wie das Netz spottet

Wenn Angela Merkel und Peer Steinbrück diskutieren und Stefan Raab den „King of Kotelett“ krönt, dann jubelt das Netz – wenn auch nicht so sehr wie bei der USA-Wahl. Eine Rückschau auf das #tvduell bei Twitter.

Kritisch sieht Wischhusen vor allem, dass Steinbrück im TV-Duell betont habe, dass er nichts an der Unternehmensbesteuerung ändern wolle, was die Investitionsfähigkeit beeinträchtige. „Das bedeutet: Entweder das SPD-Programm ist hinfällig, denn die dort angekündigten Änderungen bei der Einkommen- und Gewerbesteuer treffen garantiert die Firmen, oder Herr Steinbrück geht davon aus, dass er nach der Wahl nichts mehr zu entscheiden hat“, sagte Wischhusen.

Nicht nur die Steuererhöhungspläne der SPD, sondern auch die von Grünen und Linken finden offenbar auch keine Unterstützung in der Wählerschaft. Nach einer vom Meinungsforschungsinstitut Forsa unter 1.000 Wahlberechtigten durchgeführten Umfrage, die der Familienunternehmer-Verband Ende August beauftragt hatte, sind nur 9 Prozent der Befragten für Steuererhöhungen, 26 Prozent für Steuersenkungen und 60 Prozent für die Beibehaltung der aktuellen Steuersätze. Bei den Anhängern keiner Partei gibt es mehr als 18 Prozent Zustimmung für höhere Steuern.

Kommentare (6)

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endrich

02.09.2013, 15:02 Uhr

Gabriel und beurteilt!? Da habe ich doch sehr meine Zweifel! Ein Sozialverräter beurteilt einen Sozialverräter: Was soll dabei herauskommen? Die SPD begreift es nicht. Über eine klare Umkehr zur sozialen Gerechtigkeit (vor Schröder), hätte die SPD einen lockeren Wahlsieg einfahren können. Die Sozialverräterschaft kann nur Merkel weiter aussitzen, aber nicht die verursachende SPD und Grün. Beide haben über viele Jahre die Macht verspielt. Und das zu recht! Und wer jetzt Merkel und Rot-Grün nicht will, der orientiert sich an der AfD, die Deutschland als oppositionelles Regulativ dringend braucht. Die Blockparteien haben gegen die deutschen Bürger gehandelt, mehrfach sogar mit klaren Rechtsbrüchen. Das muss beendet werden, auch unter Anklage der Rechtsbrecher.

Matthes

02.09.2013, 16:11 Uhr

Ist doch klar. Die Beziehungen zwischen der "Lieben Angela" und der Wirtschaft sind nicht zu toppen. Leider ist dabei aber der normale Bürger der dumme und der gelackmeierte!

Berlinjoey

02.09.2013, 16:29 Uhr

Der rotrotgrüne Feldzug gegen den deutschen Mittelstand gefährdet 70% aller Arbeitsplätze und 80% aller Ausbildungsplätze. Gleichzeitig sollen die korrupten Günstlingswirtschaften und aufgeblähten Verwaltungen im ClubMed mittels Eurobonds und Bankenunion mit deutschem Steuergeld für ihre Verschwendung und Reformverweigerung noch üppiger belohnt werden. Die drei Linksparteien wollen Deutschland abschaffen. Alle Blockparteien wollen weitere Steuermilliarden in den Höllenschlund einer gescheiterten Euro-Rettung kippen.

Es gibt aber endlich dazu eine Alternative!

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