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07.05.2012

17:01 Uhr

Kubicki schwänzt Vorstandssitzung

„Er schläft nicht seinen Rausch aus, er liegt im Koma“

Gestern war er der strahlende Sieger, heute glänzte Wolfgang Kubicki durch Abwesenheit. Während FDP-Chef Philipp Rösler in Berlin das Kieler Wahlergebnis feierte, blieb der Querkopf aus dem Norden im Bett.

FDP-Spitzenkandidat Wolfgang Kubicki (l) auf der Wahlparty der FDP: Trinken bis der Arzt kommt. dpa

FDP-Spitzenkandidat Wolfgang Kubicki (l) auf der Wahlparty der FDP: Trinken bis der Arzt kommt.

BerlinVersprochen ist versprochen: „Wenn wir vor den Piraten liegen (...), trinken wir, bis der Arzt kommt“, hatte Schleswig-Holsteins FDP-Spitzenkandidat Wolfgang Kubicki vor der Verkündung der Wahlergebnisse am Sonntagabend gesagt. Und da die Liberalen ganze 162 Stimmen mehr als die Freibeuter holten, setzte der Querkopf aus dem Norden sein Ankündigung offenbar in die Tat um.

Nach einer rauschenden Wahlnacht in Kiel schlief der FDP-Held am nächsten Morgen aus. Er schwänzte einfach die Vorstandssitzung in Berlin. Seinen Blumenstrauß für die 8,2 Prozent könne man ihm zuschicken. „Er schläft nicht seinen Rausch aus, er liegt im Koma“, berichtete Kubickis Vertreter, Landeschef Heiner Garg, den Parteigrößen in der Hauptstadt.

Kubicki, von Freund und Feind für seine Gemeinheiten bewundert und gefürchtet, wusste natürlich, dass sein Fernbleiben als Affront gegenüber dem Parteichef gewertet werden kann. So stand Philipp Rösler am Montag ohne den Wahlsieger von der Förde auf der kleinen Bühne im Berliner Dehler-Haus. Wird es schon einsam um den Vorsitzenden?

Rösler selbst sieht sich durch den überraschenden Erfolg stabilisiert: „Das auf jeden Fall.“ Die Putschgerüchte seien substanzlos. Auch die versammelte FDP-Prominenz gab ihr Bestes, um die Spekulationen zu entkräften. In der Politik, insbesondere in der liberalen Familie, werden aber gerne die Dolche gezückt, wenn der Frontmann noch glaubt, alle stünden zu ihm.

So leistete sich Birgit Homburger, von Rösler im Vorjahr als Fraktionschefin abgesägt, einen hübschen Freudschen Versprecher. „Wir haben gemeinsam an einem Strick gezogen“, meinte sie mit Blick auf Kiel.

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Philipp Rösler sieht sich wieder oben auf. Der angeschlagene FDP-Chef wertet das Wahlergebnis im Norden auch als seinen Erfolg. Putschgerüchte lassen ihn kalt. Parteifreunde stärken ihm demonstrativ den Rücken.

Rösler dürfte die Schlinge um den Hals tatsächlich schon spüren. Die Power-Performance von Kubicki und Christian Lindner in Nordrhein-Westfalen zeigt, dass die FDP mit charismatischen Köpfen und neuen Inhalten durchaus noch zu retten ist. Rösler selbst sprach von den „authentischen Persönlichkeiten“ Kubicki und Lindner. Gerade diese Strahlkraft besitzt der 39-Jährige in den Augen vieler Parteifreunde und Wähler eben nicht. Nur 16 Prozent der Bürger finden seine Arbeit gut.

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Röslers Versuch, sich als sympathischer Anti-Politiker zu profilieren, dem Familie wichtiger ist als Partei und Ämter, dürfte gescheitert sein. Dabei war der Niedersachse vor einem Jahr extra vom Gesundheits- ins Wirtschaftsministerium gewechselt. Rösler wollte von der guten Lage der deutschen Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt-Boom profitieren, statt den Bürgern höhere Pillenpreise und steigende Krankenkassenbeiträge zu verordnen.

Kommentare (8)

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Klatsch_gehoert_in_die_Bild

07.05.2012, 16:52 Uhr

Ich frage mich, wie man auf den Titel des Artikels kommt. Wenn die FDP aus dem Landtag geflogen wäre, dann hätte man es als Schwäche für Rösler empfunden. Jetzt ist es anders gelaufen, die Schlagzeile bleibt.
Vielleicht sollten Journalisten lieber Dinge kommentieren, die auch real sind, als etwas über die Medien herbeizureden.

KFR

07.05.2012, 17:13 Uhr

kann ich verstehen ! und qualifiziert für mehr !

Account gelöscht!

07.05.2012, 17:38 Uhr

Der gelernte Augenarzt
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Liebes HB, Ihr habt Eure Hausaufgaben schlecht gemacht bzw. Eure Recherche
Rösler ist kein Augenarzt!! Er hat seine FA-Ausbildung abgebrochen.
Rösler ist ein Schmarotzer. Seit seinem Abi lebt er vom Steuerzahler. Studium durch die BW, danach im BWK Hamburg. Um ja nicht mal richtig eingesetzt zu werden in der Truppe z. B., fing er eine FA-Ausbildung zum Augenarzt an, kurz vor Ausscheiden aus der BW, weil seine Zeit rum war, brach er diese wieder ab.
Er hat der BW nicht einen einzigen Tag wirklich gedient. Nichts zurück gegeben, was in ihn investiert wurde, so wie es alle jungen Offiziere tun.
Das ist eine absolute Schande. Darauf braucht er nicht stolz sein.
Es ist nicht gut, wenn die Presse Leute zu irgend etwas macht, was sie nicht sind.

Rösler hat keinen Grund zum Feiern. Nicht er wurde gewählt, nicht er hat gewonnen, sondern Kubicki der sich von der Rösler-FDP extrem abhebt.
Sein Nichtkommen in Berlin wahr mMn sehr wohl durchdacht.
Und so lage Röskler da ist, wird die FDP schwächeln.
Um der FDP wieder Auftrieb auch im Bund zu geben, muß Rösler weg.

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