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15.04.2006

17:09 Uhr

Kürzere Tarifvertragslaufzeiten

IG Metall will Verhandlungen "entkrampfen"

Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall eine kürzere Laufzeit des Tarifvertrages vorgeschlagen. Der Vorstoß ist als "Entkrampfungsübung" gedacht.

HB FRANKFURT/MAIN. Eine Verkürzung auf neun oder zehn Monate könnte bei den festgefahrenen Verhandlungen hilfreich sein, sagte der für Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und das Saarland zuständige Bezirksleiter Armin Schild am Samstag der dpa. Am Jahresende sei eher abzusehen, welchen Weg die Konjunktur nehme. Bei einer kürzeren Laufzeit des Tarifvertrages müsse auch über die Forderung der Gewerkschaft neu nachgedacht werden.

Bisher verlangt die IG Metall fünf Prozent Einkommenserhöhung bei zwölf Monaten Laufzeit. Die Arbeitgeber bieten jährliche Einkommenserhöhungen von 1,2 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten sowie Einmalzahlungen. Der alte Tarifvertrag ist Ende Februar ausgelaufen.

Mit Blick auf die geplante Mehrwertsteuererhöhung im nächsten Jahr sagte Schild: „Es ist eine erhebliche Belastung für beide Seiten, in der jetzigen Situation einen lange laufenden Tarifvertrag abzuschließen.“ Auch die Arbeitgeber hätten ihre Unsicherheit zum Ausdruck gebracht, indem sie eine Einmalzahlung vorgeschlagen hätten. Dies lehne die IG Metall allerdings als einseitige Verlagerung der Risiken an die Arbeitnehmer ab.

Schild forderte die Arbeitgeber auf, ihre Vorstellung über eine „Entkrampfung der Lage“ vorzuglegen. „In den nächsten Tagen muss eine Entscheidung fallen.“ Wenn in der Woche nach Ostern keine Bewegung zu erkennen sei, müsse am 24. April eine Entscheidung über eine Urabstimmung im Vorstand getroffen werden.

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