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19.06.2013

14:13 Uhr

Kultusministerkonferenz

Mehr Gemeinsamkeiten beim Abitur

Bisher ist das Abitur in jedem Bundesland unterschiedlich, doch das soll sich nun ändern. Die Kultusminister wollen die Prüfungskriterien bundesweit standarisieren und einen zentral Pool mit Prüfungsaufgaben einrichten.

Die Kultusminister wollen bundesweit die selben Standards für Abiturienten einführen. Dadurch werden auch später die NCs repräsentativer. dpa

Die Kultusminister wollen bundesweit die selben Standards für Abiturienten einführen. Dadurch werden auch später die NCs repräsentativer.

BerlinDie Kultusminister der 16 Bundesländer streben beim Abitur mehr Gemeinsamkeiten an. Künftig soll es einen zentralen Pool mit Aufgaben geben, aus denen sich die Länder bei ihren Reifeprüfungen bedienen können. Dazu wollen sie bei der an diesem Donnerstag in der Lutherstadt Wittenberg beginnenden Kultusministerkonferenz (KMK) ein Konzept verabschieden. Auch sollen Prüfungskriterien bundesweit standarisiert werden. 2016 soll das Abitur erstmals nach den neuen Kriterien geschrieben werden können.

Basis für die Aufgaben bilden die neuen bundesweiten Bildungsstandards für die gymnasiale Oberstufe in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch. Die Naturwissenschaften sollen folgen. Die bereits im Herbst 2012 von den Kultusministern verabschiedeten Bildungsstandards lösen den alten Katalog der „Einheitlichen Prüfungsanforderungen“ beim Abitur ab.

Chancen durch Veränderung der Schulstruktur

Verlängerung der Grundschule

33 Prozent der Lehrer und 27 Prozent der Eltern meinen mit einer Verlängerung der Grundschule auf sechs Jahre kann man benachteiligte Kinder am besten fördern.

Quelle: Allensbach

Einzelunterricht in der Schule

26 Prozent der Lehrer und 33 Prozent der Eltern meinen, der Einzelunterricht in der Schule verbessere die Situation der Kinder.

Bildung von Klassen mit ähnlich leistungsstarken Schülern

Die Bildung von Klassen mit ähnlich leistungsstarken Schülern ist für 21 Prozent der Lehrer und 40 Prozent der Eltern maßgeblich für eine verbesserte Förderung.

Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems

21 Prozent sowohl der Lehrer als auch Eltern meinen, die Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems ist die beste Lösung.

Abschaffung der Noten

Lediglich sieben Prozent der Lehrer und acht Prozent der Eltern würden die Abschaffung der Noten als eine verbessere Förderung benachteiligter Kinder betrachten.

Abschaffung des Sitzenbleibens

Zehn Prozent der Lehrer und zwölf Prozent der Eltern denken, die Abschaffung des Sitzenbleibens ist am besten.

Weitere Themen der zweitägigen Konferenz sind eine Prognose über den Lehrerbedarf bis 2025 sowie der Ausbau von Master-Studienplätzen an den Hochschulen und die Finanzierung der Uni-Kliniken.

Von

dpa

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