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18.12.2014

14:33 Uhr

Länderbeschäftigte

Lohnplus von 5,5 Prozent gefordert

Für die rund drei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder fordern die Gewerkschaften ein Lohnplus von 5,5 Prozent. Dabei soll es für das Gehalt pro Monat einen Minimalzuwachs geben.

Will die Löhne der Länderbeschäftigten anheben: Verdi-Chef Frank Bsirske. dpa

Will die Löhne der Länderbeschäftigten anheben: Verdi-Chef Frank Bsirske.

BerlinDie Gewerkschaften fordern für die rund 800.000 Angestellten der Länder 5,5 Prozent mehr Gehalt. Darauf verständigten sich die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Beamtenbund (dbb) am Donnerstag in Berlin mit Blick auf die Tarifrunde 2015. Mindestens aber müsse es 175 Euro mehr geben, teilten die Gewerkschaften mit. Sie pochen darauf, dass das Tarifergebnis dann deckungsgleich auf die 1,9 Millionen Beamten und Versorgungsempfänger übertragen wird, wie Verdi-Chef Frank Bsirske deutlich machte.

Bei der jüngsten Tarifrunde hatten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer im März 2013 auf 5,6 Prozent mehr Geld bis 2014 verständigt.

Wer bekommt wie viel?

Oberarzt

5 202 Euro - Beamter, 48 Jahre, A15, Stufe 6

Professor

4 230 Euro - Beamter, W2, wohnhaft in Hessen, aktueller Stand

Polizeimeisterin

2 329 Euro - Beamte, 29 Jahre, A7

Unteroffizier

1 937 Euro - Beamter, 26 Jahre, einfacher Dienst, A5, Stufe 3

Arzt

4 281 Euro - Angestellter im öffentlichen Dienst, tätig an einem Universitätsklinkum, 34 Jahre, mit Berufserfahrung

Lehrer

3 537 Euro - Angestellter im öffentlichen Dienst, an einem Gymnasium tätig, 32 Jahre, mit Berufserfahrung

Krankenschwester

2 426 Euro - Angestellte im öffentlichen Dienst, 27 Jahre, mit Berufserfahrung

Müllerwerkerin

2 093 Euro - Angestellte im öffentlichen Dienst, 45 Jahre, mit Berufserfahrung

Im Januar beginnen auch die Tarifverhandlungen für die Schlüsselindustrien Chemie sowie Metall und Elektro. Die Gewerkschaften gehen hier mit Forderungen zwischen 4 und 5,5 Prozent in die Verhandlungen.

Kommentare (2)

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Herr Niccolo Machiavelli

18.12.2014, 15:32 Uhr

Warum sollte es nach der kräftigen Lohnerhöhung in 2013/2014 erneut eine Lohnerhöhung für 2015 geben?

Hat sich die Produktivität im öffentliche Dienst erhöht?
Haben wir eine entsprechende Teuerungsrate?
Haben wir ein entsprechendes Wirtschaftswachstum?
Sind die Löhne unangemessen niedrig?

Ich vermag keine Frage mit "ja" zu beantworten.

Ganz rätselhaft ist die Forderung nach einer Mindesterhöhung von EUR 175. Woher kommt denn diese Wert?

Ich bitte um Gegenäußerung durch Vertreter von Verdi.

Herr Manfred Zimmer

18.12.2014, 18:34 Uhr

So hoch würde Verdi-Chef Frank Bsirske wohl springen, wenn er dieses Ziel erreichen würde - so will man unter das Bild schreiben.

Das ist aber nicht die ganze Wahrheit. Zusehr hat die SPD mit ihrer Agenda 2010 und über die enge Verbundenheit von SPD- und Gewerkschaftsführung den Arbeitnehmern geschadet.

Heute erhält Bsirske Unterstützung vom Bundesbankpräsident Weidmann, weil er sich mit solchen Vorstellungen allein nicht aus der Deckung wagen würde. Das muss man zuerst einmal verstehen, dass der Gewerkschaftsführer erst zum Jagen getragen werden muss.

Da wirken heute noch der alte Marx und Engels als frische Arbeitertypen.

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