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01.05.2015

14:57 Uhr

Länderfinanzausgleich

Bayern fordert „Obergrenze“

Die Belastung des Freistaats „kann so nicht weitergehen“, sagt Finanzminister Söder und fordert eine „Obergrenze“ beim Länderfinanzausgleich. Er hat das Jahr 2019 im Blick, dann läuft nämlich das geltende Recht aus.

Der bayerische Finanzminister kritisiert, dass Bayerns Zahlungen in den Länderfinanzausgleich weiterhin stark ansteigen. dpa

Markus Söder

Der bayerische Finanzminister kritisiert, dass Bayerns Zahlungen in den Länderfinanzausgleich weiterhin stark ansteigen.

MünchenIm Streit um die Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen drängt Bayern auf eine rasche Entlastung. Die Schmerzgrenze beim Länderfinanzausgleich sei „längst überschritten“, sagte der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) der neuen Ausgabe des Magazins „Focus“. Er fordert eine Deckelung der Zahlungen: „Neben der Höhe muss vor allem der Tarif geändert werden. Es braucht absolute Obergrenzen, sonst wächst es weiter an.“

Bayern zahle inzwischen jedes Jahr fast 60 Prozent des Ausgleichsvolumens. „Der Trend zeigt ungebrochen nach oben, das kann nicht so weitergehen“, sagte Söder. Ohne eine signifikante Entlastung der Zahlerländer im Länderfinanzausgleich werde Bayern einer Reform nicht zustimmen. „Bayern hat einen langen Atem“, sagte der CSU-Politiker. „Das geltende Recht läuft aber 2019 definitiv aus. Danach gibt es einen Länderfinanzausgleich überhaupt nur noch mit unserer Zustimmung.“

Von

afp

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