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05.10.2012

08:17 Uhr

Ländervergleich

Bayerns Grundschüler lernen besser

Nach einem Grundschul-Bundesländervergleich steht fest: Im Süden lernen die Kinder vielfach besser. Alle Stadtstaaten haben Probleme. Es gibt ein breites Mittelfeld.

Grundschüler im Vergleich

Video: Grundschüler im Vergleich

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BerlinEin Bundesländer-Grundschulleistungsvergleich beweist: Bayerns Grundschüler können am besten lesen, rechnen und zuhören - und daraus auch die richtigen Schlüsse ziehen. Die Studie liegt der Deutschen Presse-Agentur vor, sie wird heute (Freitag) vom Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin offiziell vorgestellt.

In allen drei getesteten Disziplinen - Lesen, Zuhören, Mathematik - dominieren in der Spitzengruppe überwiegend Länder aus dem Süden Deutschlands. Danach folgt im Leistungsranking ein sehr breites Mittelfeld mit marginalen Punktunterschieden. Erhebliche Probleme in allen Bereichen haben dagegen die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg.

Für diesen ersten rein innerdeutschen Grundschulleistungsvergleich wurden im vergangenen Jahr mehr als 30 000 Viertklässler an über 1300 Grund- und Förderschulen getestet. Anders als bei den internationalen Schulleistungsstudien PISA, IGLU und TIMSS wurden die Testaufgaben für den nationalen Vergleich allein aus den von den Kultusministern verabredeten neuen bundesweiten Bildungsstandards entwickelt. Sie beschreiben, was ein Schüler am Ende der jeweiligen Jahrgangsstufe können soll.

In vielen Ländern haben Grundschüler beim Schreiben Probleme. ap

In vielen Ländern haben Grundschüler beim Schreiben Probleme.

Beim Lesen liegen in der Spitzengruppe Bayern (515 Punkte), Sachsen (513), Sachsen-Anhalt (511) und Thüringen (510) dicht beieinander. Die Schlusslichter Hamburg (478), Berlin (467) und Bremen (463) liegen dagegen deutlich unter dem Bundesschnitt von 500 Punkten. Rund 60 Punkte entsprechen dem Lernfortschritt von einem Schuljahr.

In der Mathematik bilden Bayern (519), Sachsen und Sachsen-Anhalt (beide 517) sowie Baden-Württemberg (512) die Spitzengruppe. Klar unter dem Mittelwert von 500 Punkten liegen dagegen Brandenburg (491) Schleswig-Holstein (487) und Hessen (484) sowie die Stadtstaaten Hamburg (470) Bremen (452) und Berlin (451).

Getestet wurde auch, wie gut Schüler aus Gehörtem Informationen ziehen können. Nur Bayern erzielt dort Werte, die deutlich oberhalb des Mittelwertes liegen.

Die Untersuchung bestätigt frühere Erkenntnisse, dass Jungen besser rechnen, die Mädchen dagegen besser lesen und schreiben können. Dies wird besonders bei der Orthografie deutlich. Dort sind die Mädchen den Jungen im Schnitt um 32 Punkte voraus - was dem Lernfortschritt von einem halben Schuljahr entspricht.

Von

dpa

Kommentare (25)

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Werlauer

05.10.2012, 09:01 Uhr

Wenn die Stadtstaaten allesamt Probleme haben, deutet dass nicht auf Schwierigkeiten in Bezug auf kindliches Lernen im urbanen Umfeld hin. Vielleicht sind die Kinder in München auch schlechter, als die aus einer Kleinstadt. Das wäre mal eine Auswertung wert

Hagbard_Celine

05.10.2012, 09:19 Uhr

Bayern hat eben die intelligentesten und fleissigsten Schüler in Deutschland, so einfach ist das.

Und wen wundert das ?

Die Wirtschaft in Süddeutschland brummt und zwar aufgrund seiner Menschen. Der Apfel fällt ja bekanntlich nicht weit von Stamm.

Neukölln ist eben doch nicht überall.

13Barbara09

05.10.2012, 09:26 Uhr

Prof. Dr. Eckhard Rückl
(Eschershausen)

In Bayern ist Schule noch nicht zur Eventveranstaltung mit Kuschelpädagogik verkommen; dort führt noch von Kl.1 bis Kl.13 das Leistungsprinzip - und deshalb sind die Bayern in allen Schularten halt deutlich besser als z.B. Niedersachsen und NRW. Ich habe überall unterrichtet und weiß deshalb, wovon ich rede.
Wenns "unten" schon nicht läuft, wird "oben" - also in der SII - erst recht nichts! Viel zuviele Abiturienten (m/w) aus Nieders. und NRW u.w. sind deshalb für die MINT-Fächer nicht studierfähig.
Also, Ihr Kultus-Bürokraten in HH, HB, B , Nieds. und NRW: Schnellste Rückkehr zum Leistungsprinzip!
Nur damit haben unsere Eltern schnell die Folgen des II. Weltkrieges beseiitg und das Wirtschaftswunder in den 50er geschaffen. Und wir nach 1945 Geborene konnten mit Leistung und Einsatz es auch ohne Abitur vom, Lehring bis zur Hochschullehrer schaffen.

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