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19.06.2017

15:35 Uhr

Landgericht Krefeld

Prozess um Wahlfälschung zugunsten der NPD gestartet

Vier Angeklagte müssen sich vor dem Krefelder Landgericht verantworten. Der Vorwurf: Sie sollen bei der Kommunalwahl 2014 einen Scheinkandidaten aufgestellt und dafür unter anderem Unterschriften gefälscht haben.

Das Landgericht in Krefeld muss den Vorwurf der Wahlfälschung nun klären. dpa

Krefeld

Das Landgericht in Krefeld muss den Vorwurf der Wahlfälschung nun klären.

KrefeldVor dem Landgericht Krefeld müssen sich seit Montag vier Angeklagte wegen Wahlfälschung zugunsten der NPD verantworten. Sie sollen zur Kommunalwahl 2014 in Kempen am Niederrhein Scheinkandidaten aufgestellt, Unterschriften gefälscht und ein falsches Protokoll über die Versammlung zur Aufstellung der Kandidaten angefertigt haben.

Beim Prozessauftakt zeigten sich zwei der Angeklagten aussagebereit, die beiden anderen wollten von ihrem Schweigerecht Gebrauch machen. Verteidiger scheiterten mit dem Ansinnen, den Prozess wegen einer Besetzungsrüge zu unterbrechen. Das lehnte das Gericht ab.

Unter den Angeklagten ist auch ein ehemaliger NPD-Funktionär, der 2012 in den nordrhein-westfälischen Landesvorstand der Partei gewählt worden war. Er war als Bürgermeisterkandidat der Rechtsextremen in Kempen angetreten. Für einen Sitz im Stadtrat hatte es dennoch nicht gereicht.

Bei den Angeklagten handelt es sich um drei Männer und eine Frau im Alter von 29 bis 46 Jahren. Ihnen droht eine Höchststrafe von fünf Jahren Haft. Das Landgericht hat für den Prozess drei Verhandlungstage angesetzt.

Von

dpa

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