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30.09.2013

17:47 Uhr

Landtag Hessen

CDU und SPD treffen sich zu erster Sondierung

Die Qual der Wahl in Hessen: Wer den Landtag demnächst regiert, bleibt weiterhin unklar. CDU und SPD treffen sich in der kommenden Woche zu ersten Gesprächen über eine große Koalition. Jedoch gibt es Bedenken.

Volker Bouffier (CDU, links) und Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD) in einem Wahlstudio nach der Landtagswahl in Hessen. Beide Parteien treffen sich in der kommenden Woche zu ersten Sondierungsgesprächen. dpa

Volker Bouffier (CDU, links) und Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD) in einem Wahlstudio nach der Landtagswahl in Hessen. Beide Parteien treffen sich in der kommenden Woche zu ersten Sondierungsgesprächen.

WiesbadenEineinhalb Wochen nach der Landtagswahl in Hessen treffen sich CDU und SPD am Mittwoch zu ersten Sondierungsgesprächen. Das Treffen in Gießen dürfte voraussichtlich zwei Stunden dauern, wie beide Parteien am Montag in Wiesbaden mitteilten. Anschließend wollen der CDU-Landeschef und Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sowie der SPD-Landesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel Erklärungen abgeben.

Die Regierungsbildung nach der Hessen-Wahl vom 22. September gilt als ausgesprochen schwierig. Bei der Landtagswahl in Hessen hatten weder die schwarz-gelbe Landesregierung unter Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) noch SPD und Grüne zusammen eine eigene Mehrheit erreicht. Rechnerisch denkbar sind daher eine große Koalition, ein rot-grün-rotes Bündnis, eine schwarz-grüne Koalition oder eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP. Gegen jedes dieser Modelle gibt es Vorbehalte in den Parteien.

Hessen-Wahl in Fakten und Zahlen

Bevölkerung

Rund 4,4 Millionen Menschen sind wahlberechtigt.

Anzahl der Stimmen

Jeder Wahlberechtigte kann am Sonntag in Hessen insgesamt vier Stimmen vergeben, zwei für die Bundestags- und zwei für die Landtagswahl.

Erstwähler

Etwa 276.000 junge Menschen nehmen erstmals an einer Landtagswahl teil.

Kandidaten

672 Kandidaten treten an, 424 davon sind von den im Landtag vertretenen Parteien aufgestellt, darunter 148 Frauen. Ihr Anteil beträgt 35 Prozent und ist damit um sechs Punkte gesunken.

Dauer der Legislatur

Der Landtag wird für fünf Jahre gewählt.

Mandate

Zu vergeben sind 110 Sitze im Parlament, 55 Abgeordnete werden aus den Wahlkreisen direkt in den Landtag gewählt, 55 Abgeordnete kommen von den Listen der Parteien. Hinzu könnten Überhang- und Ausgleichsmandate kommen.

Fraktionen

Fünf Fraktionen gab es zuletzt im Landtag: CDU, SPD, FDP, Grüne und Linke. Umfragen zufolge muss die Linke aber zittern, ob sie die Fünf-Prozent-Hürde erneut überwinden kann.

SPD und Grüne hatten am Samstag auf Sitzungen ihres Landesparteirats in Frankfurt am Main beschlossen, mit allen im Landtag vertretenen Parteien zu sprechen. Keine der beiden Parteien ließ aber Präferenzen für ein bestimmtes Bündnis erkennen.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Treudoof

30.09.2013, 18:30 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Account gelöscht!

01.10.2013, 08:47 Uhr

Das Ypsilanti-Synrom
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Schäfer-Gümbel hat bewußt darauf verzichtet, sich von den Linken zu distanzieren. So fällt es ihm leichter, ein r2g-Regierung zu bilden. Damit wird Ypsilantis Traum doch noch Relität. uch in NRW gab es schon rot-grün mirdunkelroter Duldung. Da wäre doch ein Beispiel für den Bund. Weder die spd noch die Grünlinge wollen wirklich mit der CDU koalieren. Die Sondierungsgespräche sind nur Ablenkung.

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