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23.03.2011

21:08 Uhr

Landtagswahl Baden-Württemberg

Der Kampf von Mappus um die Macht

VonTino Andresen

Der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus ist angeschlagen. Wie die CDU mit ihrer Parteichefin Angela Merkel und anderen Größen in Ludwigsburg um die Macht in ihrem Stammland kämpft.

Stefan Mappus: Der baden-württembergische Ministerpräsident kämpft um jede Stimme. Quelle: Reuters

Stefan Mappus: Der baden-württembergische Ministerpräsident kämpft um jede Stimme.

LudwigsburgUnmittelbar bevor sich Stefan Mappus und Angela Merkel beim „Start ins Finale“ des CDU-Landtagswahlkampfs am Mittwochabend in der Ludwigsburger Arena präsentieren, treten sie vor die Presse. Während die Bundeskanzlerin spricht, steht Mappus einen Moment mit geballten Fäusten neben ihr am Rednerpult. Er sieht aus wie ein Boxer. Seine untersetzte Statur unterstreicht den Eindruck noch.

Mappus wirkt angeschlagen, er ist heiser. Er hat im Wahlkampf einiges einstecken müssen, besonders schmerzhaft getroffen haben ihn der Streit um das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 und die nach der Katastrophe in Japan wieder aufgeflammte Diskussion um die Atomkraft.

Mappus weiß: „Es wird eng.“ Er zeigt sich kampfbereit. Die Entscheidung im Südwesten hat bundespolitische Bedeutung. Deshalb wirft die CDU alles in die Waagschale. Außer der Parteichefin und Bundeskanzlerin sind auch der saarländische Ministerpräsident Peter Müller und Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen da. Die Union macht sich Mut. Landesgeneralsekretär Thomas Strobl beschwört: „Die CDU in Baden-Württemberg ist eine bärenstarke Partei.“ Und fügt hinzu: „Aufs Kämpfen verzichten wir bestimmt nicht.“

Die Stimmung in der voll besetzten Halle ist gut und erinnert ein wenig an den traditionellen politischen Aschermittwoch der CSU in Passau. Es ist die größte Veranstaltung der baden-württembergischen CDU seit vielen Jahrzehnten. Die laut der Partei knapp 5000 Menschen erheben sich von ihren Plätzen und klatschen rhythmisch, als es losgeht. Mit besonders viel Applaus bedenken sie Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, der aus dem Südwesten stammt und ebenfalls nach Ludwigsburg gekommen ist.

Doch es gibt einen symbolträchtigen Schönheitsfehler: Seit 17 Uhr läuft bei strahlendem Sonnenschein einen Steinwurf vom Stuttgarter Landtag entfernt auf dem Schlossplatz, im Herzen der Landeshauptstadt und nicht vor ihren Toren, der „Wahlkampfhöhepunkt“ der Grünen. Deren Stärke ist es vor allem, die nach fast 58 Jahren die Macht der CDU im Land bedroht.

Schon von weit ist dort eine Gruppe von Musikern zu hören, die auf der Bühne für den Politikwechsel trommelt. Vor dem Kunstmuseum tritt der Spitzenkandidat der Partei vor einige Hundert Menschen, die gekommen sind. Der SPD-Spitzenkandidat Nils Schmid begleitet ihn als Überraschungsgast und begrüßt die „lieben Freundinnen und Freunde“. Später wird sich Schmid mit Kretschmann bei der SPD-Abschlusskundgebung in Karlsruhe präsentieren. Mit der Geste bestätigen sie, was Mappus sagt: „Selten war eine Wahl in Baden-Württemberg so glasklar eine Richtungswahl.“

Kommentare (10)

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XRay

23.03.2011, 21:45 Uhr

Bei Herrn Mappus würde ich mal den ENBW-Kauf vom Staatsanwalt durchleuchten lassen:
Will hier der Staat als Unternehmer auftreten oder
hat Herr Mappus seinen Freunden Steuergeld zugeschanzt ?

DerOberschwabe

23.03.2011, 23:07 Uhr

Und es gibt noch einen symbolträchtigen Schönheitsfehler - in Ihrem Artikel: Nicht "einige hundert" Menschen waren anwesend, sondern schätzungsweise 1.500 - 2.000 Menschen.
Die Schätzunterschiede scheinen seit Stuttgart21 System zu haben ;-)

siehe auch Foto:
http://www.gruene-bw.de/fileadmin/Galerie/Wahlkampfhoehepunkt/4Publikum.JPG

huginott

23.03.2011, 23:11 Uhr

sinnlose Einfügung vom Stammtisch kopiert oder peinlicher: selbst kreiert.

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