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29.02.2016

15:20 Uhr

Landtagswahl in Baden-Württemberg

Für Grün-Rot könnte es knapp reichen

Laut einer Umfrage könnte die grün-rote Regierung nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg weiter regieren. Zwei Wochen vor der Wahl liegt die Koalition knapp vorn. Die AfD könnte demnach viertstärkste Kraft werden.

Experten erwarten bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und den Grünen. dpa

Baden-Württemberg wählt neuen Landtag

Experten erwarten bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und den Grünen.

Berlin/StuttgartZwei Wochen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg könnte Grün-Rot nach einer neuen Umfrage die Regierung fortsetzen. In vorherigen Befragungen der vergangenen Monate hatte es dafür nicht gereicht. Die Grünen erzielen nach der am Montag veröffentlichten Erhebung des Insa-Instituts im Auftrag der „Bild“-Zeitung 30,5 Prozent. Die Partei liegt damit vor der CDU, die auf 30 Prozent kommt.

Die SPD bekommt 16,5 Prozent, so dass es derzeit knapp für eine grün-rote Mehrheit im neuen Parlament (47 Prozent der Stimmen) reichen würde. Die FDP überspringt mit 6,5 Prozent die gesetzliche Hürde und könnte in den Landtag einziehen.

Das Wichtigste zu den Wahlen in Baden-Württemberg

Die Fakten

Rund 7,7 Millionen Menschen sind wahlberechtigt. 2011 lag die Wahlbeteiligung bei 66,3 Prozent. Nun treten 22 Parteien mit 792 Bewerbern zur Wahl an. Zudem gibt es drei Einzelbewerber. Der Landtag hat mindestens 120 Abgeordnete.

Das Wahlrecht

In Baden-Württemberg hat der Wähler nur eine Stimme. Damit votiert er für den Direktkandidaten eines Wahlkreises. Davon gib es 70. Die Stimme wird aber zugleich für die proportionale Sitzzuteilung einer Partei im Landtag gezählt.

Die Ausgangslage

Bislang sind vier Parteien im Landtag vertreten. Auf die beiden Regierungsfraktionen entfallen 71 Mandate (Grüne 36, SPD 35). Die CDU hat 60 Mandate, die FDP 7.

Das Personal

Spitzenkandidat der Grünen ist Winfried Kretschmann (67). Für die SPD tritt der derzeitige Vize-Regierungschef und Landesvorsitzende Nils Schmid (42) an. CDU-Herausforderer ist der Landtagsfraktionschef Guido Wolf (54). Bei der FDP ist Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke (54) das Aushängeschild. Die Linke schickt ein Duo aus Bundeschef Bernd Riexinger (60) und der Mannheimer Stadträtin Gökay Akbulut (33) ins Rennen. Die Alternative für Deutschland (AfD) setzt auf ihren Landes- und Bundeschef Jörg Meuthen (54).

Die Wahlkampfthemen

Die Flüchtlingskrise ist das Topthema. Zudem spielen die innere Sicherheit (Einbruchszahlen) und die Bildung (Umgang mit der Gemeinschaftsschule) eine größere Rolle.

Die Umfragewerte

Das letzte ZDF-„Politbarometer“ sah die CDU bei 34, die Grünen bei 28, die SPD bei 15, die AfD bei 11, die FDP bei 6 und die Linke bei 3 Prozent.

Die Optionen

Grün-Rot hat danach seine Mehrheit verloren. Da niemand mit der rechtspopulistischen AfD zusammenarbeiten will, wäre eine schwarz-rote Koalition möglich. Rechnerisch machbar wären auch Schwarz-Grün oder eine Ampel aus Grünen, SPD und FDP.

Die AfD kommt auf 9 Prozent, die Linke würde gegenwärtig mit 3,5 Prozent den Einzug ins Parlament verpassen.

Von

dpa

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