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17.05.2011

13:32 Uhr

Landtagswahl in Bremen

Machtverschiebung zugunsten der Grünen

Laut Umfrageergebnisse wäre in Bremen eine Mehrheit für den zweiten grünen Landeschef Deutschlands möglich - in einer schwarz-grünen Koalition. Der erteilt Spitzenkandidatin Linnert jedoch eine Absage.

Den Grünen stehen in Bremen gute Wahlergebnisse ins Haus. Spitzenkandidatin Karoline Linnert - hier von Renate Künast unter dem Plakat versteckt - wird aber wohl keine Regierungschefin. Quelle: dapd

Den Grünen stehen in Bremen gute Wahlergebnisse ins Haus. Spitzenkandidatin Karoline Linnert - hier von Renate Künast unter dem Plakat versteckt - wird aber wohl keine Regierungschefin.

BremenDie Wahl des Bremer Landesparlaments am kommenden Sonntag könnte die erfolgsverwöhnten Grünen zu einer ungewöhnlichen Entscheidung zwingen: Den freiwilligen Verzicht auf den Posten des Regierungschefs. Nach Umfragen wäre nach der Wahl von Winfried Kretschmann zum ersten grünen Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg auch an der Weser eine Mehrheit für den dann zweiten grünen Chef einer Landesregierung drin.

In der jüngsten Infratest-Erhebung für die ARD kommen die Grünen (24 Prozent) mit der CDU (20 Prozent) auf zusammen 44 Prozent. Damit liegt Schwarz-Grün einen Punkt vor SPD (36 Prozent) und Linkspartei (sieben Prozent), die 43 Zähler vereinen. Als stärkerer Partner stünde den Grünen in einem Bündnis mit der CDU der Posten des Senatspräsidenten zu, wie in Bremen der Ministerpräsident offiziell bezeichnet wird. Allerdings hat die Spitzenkandidatin der Grünen, Finanzsenatorin Karoline Linnert, bereits abgewunken: eine grün-schwarze Koalition werde es nicht geben, gab sie zu Protokoll.

Damit wird die rot-grüne Koalition voraussichtlich bestätigt werden, Jens Böhrnsen (SPD) kann Senatspräsident bleiben. Allerdings wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach das innere Machtgefüge der Koalition zugunsten der Grünen verschieben. Vermutlich werden sie deshalb ein zusätzliches Ressort beanspruchen. Derzeit stellen sie zwei der sieben Senatoren.

Im Großen und Ganzen bleibt es also an der Weser beim Alten, auch wenn die bundesweiten Trends sich nach Ansicht der Experten auch in Bremen spiegeln werden. So können die Grünen nach Ansicht von Forsa-Chef Manfred Güllner wie in Baden-Württemberg auch in Bremen darauf bauen, dass ihnen die Atomkatastrophe von Fukushima Wähler zutreibt. Umgekehrt kann sich die FDP an der Weser dem negativen Bundestrend kaum entziehen und wird voraussichtlich den Wiedereinzug ins Landesparlament verpassen.

Kommentare (1)

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EuroTanic

17.05.2011, 20:20 Uhr

Ich weiss nicht warum die Menschen die Grünen wählen. Abgesehen von werbewirksamen PR Aktionen gegen ausgewählte Umweltsünder hat diese Partei nichts fortschrittliches zu bieten. Im Gegenteil. Die Grünen haben mit der SPD unter Schröter den Sozialdarwinismus mit Hartz IV eingeläutet und die verfassungswidriegen Angriffskriege etabliert. Die Grünen stehen für Planwirtschaft unter dem Deckmantel eines unbenannten Ökofaschismus und einer zentralen Planwirtschaft für eie EUrokratie unter deutscher Führung.
Was sol daran wählbar sein?

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