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17.01.2013

07:10 Uhr

Landtagswahl

Kubicki erhöht Druck auf FDP-Chef Rösler

Ein achtbares Ergebnis für die FDP bei der Wahl in Niedersachsen und Parteichef Philipp Rösler darf die Liberalen in die Bundestagswahl führen. So schien es abgemacht. Doch jetzt schlägt Wolfgang Kubicki andere Töne an.

Wolfgang Kubicki, FDP-Fraktionschef in Schleswig-Holstein, mischt sich gerne in die Bundespolitik ein. dpa

Wolfgang Kubicki, FDP-Fraktionschef in Schleswig-Holstein, mischt sich gerne in die Bundespolitik ein.

BerlinNach Worten von FDP-Vorstandsmitglied Wolfgang Kubicki hat sich Parteichef Philipp Rösler nicht automatisch mit einem guten Ergebnis der FDP in Niedersachsen die Rolle als Frontmann für die Wahl im Bund gesichert. "Die Frage, wer führt die FDP in die Bundestagswahl, die entscheiden wir in den nächsten Wochen in Ruhe und Gelassenheit", sagte Kubicki der Nachrichtenagentur Reuters. Der Partei müsse daran gelegen sein, angesichts der miserablen Umfragewerte im Bund eine möglichst optimale Aufstellung zu finden. "Daher ist die Diskussion über die Frage, wie sieht die aus, mit dem Wahltag in Niedersachsen nicht zu Ende", fügte der schleswig-holsteinische Fraktionschef hinzu. Die Frage, ob Rösler Vorsitzender bleibe oder nicht, habe mit dem Ausgang der Landtagswahl nichts zu tun.

Kubicki rechnet nach eigenen Worten damit, dass die schwarz-gelbe Koalition in Hannover mit einem Ergebnis von "sechs Prozent plus" weitermachen kann. Die Debatte um Rösler werde dann in den Hintergrund treten, weil die Sozialdemokraten darüber diskutierten, ob Peer Steinbrück der richtige Kanzlerkandidat sei.

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Kubicki sagte, er bedauere es sehr, dass die Umfragen für die FDP im Bund seit mehr als 20 Monaten bei fünf Prozent oder darunter lägen. Dies lasse ihn aber nicht an einem herausragend guten Ergebnis in Niedersachsen zweifeln. Je näher der Wahltag rücke, desto mehr differenzierten die Menschen, "zwischen dem, was in Berlin ist und was in Niedersachsen passiert". Für die Bundes-FDP betonte er: "Wir werden die Zeit nach der Wahl nutzen, in aller Ruhe und Gelassenheit über die Frage zu diskutieren, was denn die optimale Aufstellung ist in der Breite und was die Themen sind, mit denen wir glauben, dass wir ein herausragend gutes Ergebnis bei der Bundestagswahl erzielen."

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Die Abstimmung in Niedersachsen am kommenden Sonntag gilt als Schicksalswahl für Rösler. Schafft die FDP den Einzug in den Landtag nicht, gilt es unwahrscheinlich, dass er sich als Parteichef halten kann. Auch bei einem knappen Ergebnis und dem Verlust der Regierungsbeteiligung wird es für ihn eng. Kubicki und sein schleswig-holsteinischer Landesverband haben bei Personalentscheidungen eine einflussreiche Position.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

17.01.2013, 09:04 Uhr

Philipp Rösler ist als FDP-Chef ungeeignet. Die Niedersachsenwahl könnte der FDP 4,85 % bescheren.

Das läge aber nicht allein bei Philipp Rösler, viel mehr ist das Profil der FDP total daneben.

RumpelstilzchenA

17.01.2013, 09:08 Uhr

Ich möchte F. Schäffler auf der Liste ganz vorn sehen!!!!
Die anderen ab in die Mülltüte.

Account gelöscht!

17.01.2013, 11:14 Uhr

@RumpelstizchenA

Ich stimme zu. Aber hier zeigt sich doch das Dilemma der Politik. Herr Schäffler ist hochkompetent und verfügt über das nötige ökonomische Verständnis. Dafür ist er nicht so redegewandt und rhetorisch gewieft wie andere Politiker.

Kompetenz kommt aber beim Wahlvolk weniger an als Blabla. Somit werden immer die Dampfpauderer und nicht die Kompetenzen an vorderster Front stehen.

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