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21.03.2006

13:05 Uhr

Landtagswahl

Neue Umfrage bestätigt Wechsel-Trend in Sachsen-Anhalt

Auch die jüngste Umfrage sagt der in Magdeburg bisher mit regierenden FDP den Gang in die Opposition voraus: Für die Koalitionsregierung mit der CDU dürfte es bei der Landtagswahl am Sonntag nicht reichen. In Mainz und Stuttgart dürfte es dagegen beim Alten bleiben.

Muss wohl den Gang in die Opposition antreten: Sachsen-Anhalts FDP-Finanzminister Karl-Heinz Paque. Foto: AP

Muss wohl den Gang in die Opposition antreten: Sachsen-Anhalts FDP-Finanzminister Karl-Heinz Paque. Foto: AP

HB BERLIN. Die Emnid-Umfrage im Auftrag des Fernsehsenders N24 ergab, dass die CDU bei der Wahl am Sonntag in Sachsen-Anhalt mit 36 Prozent rechnen kann und damit stärkste Kraft wird. Der FDP sagen die Demoskopen jedoch nur noch sechs Prozent voraus, vor vier Jahren hatte es für 13 Prozent gereicht. Die schwarz-gelbe Koalition hätte damit keine Mehrheit mehr.

Die SPD kommt nach der Umfrage auf 25 Prozent; im Vergleich zur vorangegangenen Wahl würde dies ein Plus von fünf Prozent bedeuten. Der Linkspartei sagen die Wahlforscher 22 Prozent voraus, den Grünen und der in Sachsen-Anhalt vier Jahre lang im Landtag vertretenen DVU ein Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde. Eine große Koalition ist damit die wahrscheinlichste Option für das Land; SPD-Spitzenkandidat Jens Bullerjahn versichert regelmäßig, dass seine Partei dazu bereit ist.

In Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz, wo am Sonntag ebenfalls neue Landtage gewählt werden, ist Emnid zufolge dagegen keinerlei Machtwechsel in Sicht. Die CDU in Baden-Württemberg, die seit mehr als 50 Jahren regiert, erreicht der Erhebung zufolge wie bei der Abstimmung vor fünf Jahren 45 Prozent, die Liberalen legten leicht auf neun Prozent zu. Die SPD muss hier jedoch Verluste hinnehmen und rutscht von gut 33 Prozent auf 29 Prozent ab. Die Grünen gewinnen Stimmen hinzu und liegen nun bei zehn Prozent.

In Rheinland-Pfalz ist nach der Umfrage eine Neuauflage der letzten sozial-liberalen Koalition auf Landesebene zu erwarten: Die SPD verliert leicht auf 43 Prozent der Stimmen, ihr Koalitionspartner FDP legt indes auf neun Prozent zu. Die CDU rutscht auf einen Rekord-Tiefstand von 35 Prozent ab, die Grünen steigern sich auf sieben Prozent. Die Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) verpasst der Umfrage zufolge den Einzug in den Mainzer Landtag. Für die Umfrage wurden zwischen dem 7. und dem 18. März 1000 Wahlberechtigte in Baden-Württemberg und jeweils 500 in Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt befragt.

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