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26.08.2011

15:35 Uhr

Landtagswahl

SPD in Mecklenburg-Vorpommern vorne

Gut eine Woche vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich einer Umfrage zufolge ein klarer Sieg für die regierende SPD ab. Ministerpräsident Erwin Sellering könnte seinen Koalitionspartner frei wählen.

Wahlwerbung des amtierenden Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering (SPD). dpa

Wahlwerbung des amtierenden Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering (SPD).

BerlinDie SPD kann bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin nach Umfragen ihre Erfolgsserie voraussichtlich fortsetzen. In beiden Ländern könnten die Sozialdemokraten demnach ihre Stellung als stärkste Partei verteidigen und sich einen Koalitionspartner aussuchen. Den Regierungschefs Erwin Sellering und Klaus Wowereit beschert dies die Aussicht, dass sie im Amt bleiben. Die CDU bliebe nach den Umfragen für die ARD und das ZDF mit großem Abstand in etwa stabil, während die Grünen auf deutliche Zugewinne hoffen können. Deren Spitzenkandidatin in Berlin, Renate Künast, verlor gegenüber der SPD aber weiter an Boden. Auf Verluste müssen sich FDP und Linkspartei einstellen. Ungewiss bleibt, ob die rechtsextreme NPD erneut im Schweriner Landtag einzieht.

In Mecklenburg-Vorpommern wird am 4. September der Landtag gewählt, zwei Wochen späten steht die Abgeordnetenhauswahl in Berlin an. Während im norddeutschen Flächenland eine Koalition aus SPD und CDU regiert, ist in der Hauptstadt seit zehn Jahren eine rot-rote Koalition aus SPD und Linkspartei am Ruder. In beiden Ländern hat die SPD offengelassen, ob sie im Fall eines Wahlerfolges am jetzigen Koalitionspartner festhalten wird.

Dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer zufolge kann die SPD in Mecklenburg-Vorpommern mit 35 Prozent rechnen, die am Donnerstag verbreitete ARD-Umfrage sieht die SPD bei 36 Prozent. Die CDU käme auf 28 Prozent (ARD: 26) und die Linkspartei auf 16,5 Prozent (17). Die Grünen würden nach beiden Umfragen mit acht Prozent erstmals in den Landtag in Schwerin einziehen. Die FDP (4 und 4,5 Prozent) sowie NPD (4,5 Prozent) würden an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

In Mecklenburg-Vorpommern profitiert die SPD vom hohen Ansehen des Ministerpräsidenten Sellering, der vor drei Jahren inmitten der Wahlperiode das Amt von Harald Ringstorff (SPD) übernommen hatte. Im ZDF-Politbarometer wünschen sich 62 Prozent der Befragten den gebürtigen Nordrhein-Westfalen als Ministerpräsident, seinen Herausforderer Lorenz Caffier (CDU) nur 15 Prozent. Zu ähnlichen Ergebnissen kam die ARD-Umfrage.

In Berlin kann die SPD im ZDF-Politbarometer ihren Vorsprung auf 33 Prozent ausbauen, während Grüne und CDU sich mit je 20,5 Prozent um den zweiten Platz streiten. Die Linke kommt auf noch 10,5 Prozent, während FDP und NPD mit 3,5 und 3,0 Prozent nicht im Abgeordnetenhaus vertreten wären. Die Piratenpartei könnte demnach auf 4,5 Prozent kommen.

Kommentare (2)

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kleinfeld

26.08.2011, 11:19 Uhr

Unverständlich das die Bürger Mecklenburg-Vorpommerns noch diese Parteien wählen. Egal ob SPD, CDU oder FDP oder Linke. Alle denken nur an den eigenen Machterhalt. Um die Interessen der Bürger geht es lange nicht mehr. Ich strafe diese Parteien mit Nichtbeachtung ab. Ich gehe nicht zur Wahl und damit gibt es für eine Stimme weniger Wahlkampfkostenerstattung. Wie wollen lange nicht mehr den sozialen Quatsch hören, wir wollen Arbeitsplätze und lebensfähige Löhne. Und zwar keine 3,60 Euro die Stunde. Ein Mecklenburger Bürger

Pendler

26.08.2011, 19:38 Uhr

Irgendwann wird auch die letzte Hartz-IV Empfänger verstehen, dass man nur von den Sozialhilfe leben kann, die ein anderer für ihn (mitarbeitend) verdient hat.

Man kann eben nur die Steuereinnahmen verteilen, die andere eingezahlt haben. Was aber ist, wenn immer mehr dt. Droßunternehmen ins Ausland immer mehr abwandern?

Die dt. Unternehmen bauchen die Sozialhilfe-Empänger nicht
Aber die Hartz-IV brauchen die Unternehmen

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