Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.06.2013

16:15 Uhr

Landtagswahlen

Hessen-SPD schickt Schäfer-Gümbel in den Wahlkampf

Die hessische SPD hat ihren Spitzenkandidaten erneut bestätigt und der teilte sofort gegen CDU-Ministerpräsident Bouffier aus: Er sei der falsche Mann am falschen Ort. Die Umfragewerte sprechen eine ähnliche Sprache.

Hessens SPD-Vorsitzender Thorsten Schäfer-Gümbel: Er erhielt Grubenlampe und Steigerstock als Glücksbringer für die Wahl. dpa

Hessens SPD-Vorsitzender Thorsten Schäfer-Gümbel: Er erhielt Grubenlampe und Steigerstock als Glücksbringer für die Wahl.

Bad HersfeldMit großer Geschlossenheit hat die hessische SPD ihren Vorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel als Spitzenkandidat in die Landtagswahl im September geschickt. Ein Landesparteitag in Bad Hersfeld wählte ihn am Samstag mit 97,8 Prozent der Delegiertenstimmen zum Herausforderer von CDU-Ministerpräsident Volker Bouffier. „Der 22. September ist ein Richtungsentscheid, und deshalb wollen wir gewinnen“, sagte Schäfer-Gümbel. Die Hessen-Wahl findet am Tag der Bundestagswahl statt.

In der Abstimmung übertraf der 43-Jährige sein Ergebnis vom Oktober 2011. Schon damals hatte sich die Partei auf Schäfer-Gümbel als Spitzenkandidaten festgelegt – mit 94,5 Prozent. Schäfer-Gümbel will „vor allem Hessen sozialer machen“. Regierungschef Bouffier sei der falsche Mann am falschen Ort. In seiner Programmrede nannte der SPD-Spitzenkandidat Arbeit und Bildung als Schwerpunkte.

Viele Ziele seien nur mit einer SPD-Regierung im Bund durchsetzbar, sagte Schäfer-Gümbel. Sein Landesverband kämpfe deshalb auch für den SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück. Vorwürfe wegen der SPD-Steuerpläne wies er zurück. Ein neuer Spitzensteuersatz treffe 95 Prozent der Bevölkerung nicht, betonte Schäfer-Gümbel.

Die SPD in Zahlen

Mitglieder

Ende November waren es 474.820 Mitglieder (März: 474.481). Der Höchststand wurde in der Weimarer Republik erreicht: Mit 1,261 Millionen im Jahr 1923. Das Durchschnittsalter liegt heute bei 59 Jahren – das älteste Mitglied ist 107. Die längste Mitgliedschaft betrug 88 Jahre.

Ortsvereine

Derzeit gibt es rund 9000 Ortsvereine. Nach der Wiedervereinigung waren es in den 90er Jahren bis zu 10.000.

Finanzen

2011 betrugen die Einnahmen 155 Millionen, die Ausgaben 141 Millionen – allein der Bundestagswahlkampf in diesem Jahr hat mehr als 20 Millionen Euro gekostet. Solche Jahre werden in der Regel mit einem Minus abgeschlossen.

Spenden und Beiträge

2011 erhielt die Partei zwölf Millionen Euro an Spenden, die Mitglieder zahlten zudem 70 Millionen an Beiträgen, 2010 waren es 68 Millionen. Die Spenden steigen im Wahljahr meist an. 2009 lagen sie zum Beispiel bei 18,7 Millionen Euro.

Alle Umfragen deuten auf ein knappes Rennen in Hessen hin. Seit zwei Jahren liegt Rot-Grün stabil vorn, allerdings hat die CDU zuletzt in der Sonntagsfrage wieder zugelegt. Die Forschungsgruppe Wahlen sah im April 36 Prozent für die Union, 33 Prozent für die SPD, 16 Prozent für die Grünen, 5 Prozent für die FDP. Die Linke muss um ihren Wiedereinzug in den Wiesbadener Landtag bangen.

Als Gastrednerin rief auch die rheinland-pfälzische SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer zu einem Politikwechsel im Bund wie in Hessen auf. Die schwarz-gelbe Bundesregierung versage in der Wirtschaftspolitik, bei der Energiewende und in der Familienpolitik.

Von

dpa

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

roterkaufmann

08.06.2013, 20:29 Uhr

auch wenn die linkspartei im westen aktuell etwas schwächelt, wird sie in hessen dank der parallel abgehaltenen bundestagswahl in hessen ebenfalls ein passables ergebnis einfahren und somit im zweifel eine rot-rot-grüne mehrheit herbeiführen.

wie schon in nrw wird sich hier die linke als das soziale korrektiv entpuppen und somit spd&grüne vor weiterem wahlbetrug bewahren.

Rote_Andrea

16.06.2013, 14:16 Uhr

Jaja der Gümpel-Schäfer... Er ist der farblose Nachlaßverwalter der rot-roten Ypsilanti, die die Linke in Hessen hoffähig machen wollte, und danach ihren verdienten Abgang in die Versenkung erbte...

Bleibt zu hoffen, das diese sozialistisch-kommunistische Schwachsinnsfront Geschichte bleibt.

DOMSPATZ

20.07.2013, 01:23 Uhr

Hilfeeeeeee

Diese Nase Leuchtet so hell, die stellt doch alles in den Schatten.
Kommt rüber, wie ein Karnevals-Depp.

Der wird's bestimmt reißen...

Ich wähle lieber AfD, da hab ich doch eine 100% Chance auf intelligentes Agieren!
Und ein ENDE der schwachsinnigen Politik!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×