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08.05.2016

12:52 Uhr

Landwirtschaft

Minister will Milchbauern helfen

Mit den aktuellen Milchpreisen die Bauern ihre Kosten nicht mehr decken. Nun will Bundesminister Schmidt gemeinsam mit ihnen, Verarbeitern und Handel auf einem „Milchgipfel“ überlegen, wie geholfen werden kann.

Turbokühe - trotz Schleuderpreise für Milch

Made in Germany: Turbokühe - trotz Schleuderpreise für Milch

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BerlinAgrarminister Christian Schmidt (CSU) will den Landwirten angesichts der niedrigen Milchpreise helfen und kündigt dazu einen „Milchgipfel“ an. „Bei diesen Preisen wird die Axt an die Existenzgrundlage unserer Bauern angelegt“, sagte Schmidt der „Bild am Sonntag“. Er werde „alle Beteiligten noch im Mai zu einem Milchgipfel einladen“, kündigte der Minister an. Er wolle Landwirtschaft, Molkereien und Handel an einen Tisch bekommen. „Im Moment zahlen unsere Bauern allein die Zeche, Handel und Molkereien verdienen weiter.“ Verbraucher könnten den Milcherzeugern helfen, „wenn wir nicht immer zur billigsten Milch greifen.“

Erst vor knapp einer Woche hatten gleich mehrere Lebensmittelhändler bei Milchprodukten den Rotstift an. Discounter senkten beispielsweise die Preise für einen Liter frische Vollmilch von 59 auf 46 Cent – ein Preisabschlag von fast 25 Prozent. Begründet wurde die Rotstiftaktion mit dem Überangebot auf dem weltweiten Milchmarkt. Die Molkereien hätten deshalb die Milch billiger angeboten. Der Lebensmitteleinzelhandel sei nicht für das aktuelle Überangebot an Rohmilch verantwortlich. Zu den Gründen des Preisverfalls zählen das Auslaufen der Milchquote in der EU vor gut einem Jahr, das Embargo Russlands und eine schwächere Nachfrage aus China.

Erst vor wenigen Wochen hatten Bauern auf zahlreichen Protestaktionen gegen die Niedrigpreise im Handel demonstriert. Zudem hatten Bauern von den Agrarministern von Bund und Ländern staatliche Hilfen gegen den Preisverfall verlangt. Nach früheren Angaben der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft gaben 2015 in Deutschland rund 3200 Milchbetriebe auf.

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