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18.10.2012

13:48 Uhr

lebensmittelwarnung.de

Aigners Verbraucherportal wird erweitert

Künftig soll der Verbraucherinformationsdienst lebensmittelwarnung.de auch vor gesundheitsschädlichen Gegenständen und gefährlicher Kosmetik warnen. Das ist Ergebnis der hohen Nachfrage von Konsumenten.

Eine Produktprüferin beim Tuev Süd testet Stoffproben des Anzuges eines in China hergestellten Spielzeughundes auf Giftstoffe. dapd

Eine Produktprüferin beim Tuev Süd testet Stoffproben des Anzuges eines in China hergestellten Spielzeughundes auf Giftstoffe.

BerlinDas Verbraucherportal lebensmittelwarnung.de informiert künftig nicht nur über Glassplitter in Bierschinken oder Salmonellen in Salaten, sondern auch über Bakterien in Cremes und gefährliches Kinderspielzeug. Ein Jahr nach seinem Start werde das Portal um Warnungen vor gesundheitsschädlichen Gegenständen des täglichen Bedarfs und kosmetischen Produkten erweitert, teilte das Bundesverbraucherministerin am Donnerstag mit.

Binnen eines Jahres sei die Seite mehr als drei Millionen Mal aufgerufen worden, erklärte das Ministerium in Berlin. Diese große Resonanz sei für die Betreiber des Portals - die Bundesländer und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) - Grund genug, das Angebot für die Verbraucher zu erweitern. Deshalb werde künftig nicht mehr nur vor Lebensmitteln mit Krankheitserregern, ekelerregenden oder gefährlichen Inhaltsstoffen gewarnt, sondern auch vor Geschirr, Spielzeug, Kleidung, Reinigungsmitteln oder Kosmetika, von denen eine Gefahr für die Gesundheit ausgehe.

Auf lebensmittelwarnung.de veröffentlichen die zuständigen Behörden aller Bundesländer ihre Hinweise. Die Nahrungsmittel, vor denen gewarnt wird, sind bereits im Handel oder sogar schon im Kühlschrank oder Vorratsregal der Verbraucher, und ihr Verzehr kann krank machen.

Die Warnungen stammen von den Herstellern selbst, die dazu verpflichtet sind, und werden von den jeweils zuständigen Länderbehörden dann auf die Seite gestellt. Wenn die Produkte aus dem Ausland vertrieben werden, zum Beispiel über das Internet, und kein Hersteller oder Vertreiber in Deutschland existiert, übernimmt das BVL die Warnung.

lebensmittelwarnung.de war am 21. Oktober vergangenen Jahres an den Start gegangen. Es sei ein Beispiel „für die erfolgreiche Zusammenarbeit von Bund und Ländern in der Lebensmittelsicherheit“, erklärte Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU). „Gerade weil Lebensmittel in den seltensten Fällen nur in einer Region vermarktet werden, ist es sinnvoll, dass Verbraucher solche wichtigen Informationen schnell und gebündelt erhalten“, betonte die Hamburger Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz, Cornelia Prüfer-Storcks.

Von

afp

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