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06.06.2011

11:42 Uhr

Lesermeinung

Atomausstieg - weit vom Konsens entfernt

Die Briefe der Handelsblatt-Leser zeigen deutlich: Beim "Atomausstieg" gibt es keinesfalls eine deutsche Einheitsmeinung, auch wenn die Politik in Berlin diesen Eindruck erweckt. Lesen Sie und diskutieren Sie mit.

Die Meinungen zum Klimaausstieg gehen weit auseinander. Quelle: dpa

Die Meinungen zum Klimaausstieg gehen weit auseinander.

Die Gefahren

Kernenergie kann risikofrei beherrschbar sein.

"Energiewende!" - langsam kann ich die schwachsinnige Argumentation der "Volksvertreter" und einer Regierung, die in ihrer Inkompetenz auf keinem Arbeitsfeld zu überzeugen vermag, nicht mehr hören.
Sachlich betrachtet ist die Kernenergie - nicht "Atomstrom" - die derzeit sauberste und umweltverträglichste Energiequelle, technisch ist sie durch verantwortungsbewusste Menschen sogar risikofrei beherrschbar!
Der Tsunami 2004 erzeugte zum Teil Wellen von ca. 40 Metern Höhe. Die zwangsläufige Folge hätte die Erhöhung und Ausweitung des Hochwasserschutzes in den gefährdeten Küstengebieten sein müssen. Hätte man die Verbauungen bei Fukushima von den vorhandenen fünf Metern Höhe auf nur zehn Meter erhöht, wäre die Zerstörungskraft der anbrandenden Tsunamiwellen entscheidend geschwächt gewesen, und es hätte die Kernschmelzen dort nie gegeben.
Ernst J. Marliany.


Über Jahrhunderte bestehende Risiken.

Sie sagen, die Energiekonzerne erleiden einen Wertverlust. Aber sind nicht die vorangegangenen Wertsteigerungen überhaupt erst möglich geworden durch den gesetzlichen Verzicht auf originäre Betreiberpflichten, an deren prominentester Stelle natürlich der Verzicht auf Risikovorsorge durch adäquate Versicherung steht? Die über Jahrhunderte weiter bestehenden Risiken der Atomkraft wird weiterhin der Steuerzahler finanzieren müssen, eigentlich eine Unverschämtheit, dass die Konzerne eine Festschreibung der jetzigen Vermögenslage fordern, während die Risiken weiterhin von der Gesellschaft getragen werden.
Christine Grünther.

Kommentare (6)

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Demosthenes

06.06.2011, 13:22 Uhr

SZ vom 21.05.11: “...Katastrophe (von Fukushima) ist z.T. auf Sparen bei der Sicherheit zurückzuführen...Die Schlampereien hatten bei Tepco Methode....” Wir also bauen unsere Reaktion mit “Energiewende”-Plänen auf solchen Aspekten auf und provozieren damit erhebliche Verwerfungen in Gesellschaft und Industrie! Die Regierung lässt sich von einem Protestpotential beeindrucken, das noch nicht einmal 0,5% der Wähler bei der letzten Bundestagswahl ausmacht! Sauber! Wie muss eine solche hysterische Regierung erst reagieren, wenn wir mit wirklichen Problemen konfrontiert werden? Ich mag gar nicht daran denken!

Realist

06.06.2011, 13:46 Uhr

Dieser Atomausstieg kommt mir so vor, als ob ein Mercedesfahrer seinen neuen Wagen mit allen Extras verschrottet und sich statt dessen eine Trabant least, um dann mit Gemischtkraftstoff aus dem Ausland, teuer eingekauft, durchs Land zu zuckeln. Völlig klar, daß uns das Ausland für nicht zurechnungsfähig hält. Von nun an geht's bergab.

vattero

06.06.2011, 14:22 Uhr

Angela abwählen und bei Kernenergie bleiben! Weil Angela`s politische Ambitionen bei weitem gefährlicher sind als alle deutsche Meiler. Es ist unglaublich was für Wahnsin sich Deutsche von Politiker anderehen lassen. Dieses "Wahlthema" (es geht um nichts anderes) dürfte Deutsche zu zu teuer konten. A propos, warum es keine solche Histerie in Frankreich gibt? Denk zweimal lieber Deutsche bevor du auf der (bei Lobyisten bezahlten) Pfeife blässt!!!!

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