Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.12.2014

15:57 Uhr

Licht aus für Pegida

Kölner Dom bleibt wegen Demonstration dunkel

Wenn Pegida marschiert, geht am Dom das Licht aus, der Dompropst möchte „keine Kulisse für diese Demonstration bieten“. Kölns weltberühmtes Wahrzeichen reiht sich damit ein in die Aktion „Licht aus für Rassisten“.

„Licht aus für Rassisten“: Wenn Pegida marschiert wird der Kölner Dom dunkel bleiben. dpa

„Licht aus für Rassisten“: Wenn Pegida marschiert wird der Kölner Dom dunkel bleiben.

KölnWährend einer für den 5. Januar angekündigten Demonstration des islamfeindlichen Pegida-Bündnisses in Köln soll am weltberühmten Kölner Dom die Außenbeleuchtung für zweieinhalb Stunden abgeschaltet werden. Das teilte das Kölner Erzbistum am Dienstag mit.

„Die Hohe Domkirche möchte keine Kulisse für diese Demonstration bieten“, erklärte Dompropst Norbert Feldhoff. „Nach den beschämenden Demonstrationen der HoGeSa, die das Image unserer schönen Stadt beschädigt haben, ist dies ein überfälliges Signal.“

Bei dem Aufmarsch der Gruppierung „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) hatte es Ende Oktober in Köln schwere Ausschreitungen gegeben, bei denen Dutzende Polizisten verletzt wurden. Während der für Anfang Januar angekündigten Demonstration des Bündnisses „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) soll nun der Dom in Dunkel gehüllt sein – nach dem Beispiel der Dresdner Semperoper, die während der Pegida-Umzüge in Dresden laut Kölner Erzbistum demonstrativ ihre Außenbeleuchtung abgeschaltet hatte.

schneegida witzelt über Pegida auf Twitter: „Ich habe nichts gegen Schnee, aber...“

schneegida witzelt über Pegida auf Twitter

„Ich habe nichts gegen Schnee, aber...“

Sie vergleichen den Wintereinbruch mit der vermeintlichen drohenden Islamisierung des Abendlandes: Tausende Twitter-Nutzer witzeln unter dem Hashtag „#schneegida“ über die Pegida-Bewegung. Eine Auswahl.

Der Kölner Dom reihe sich damit ein in die Gegenbewegung von engagierten Kölnern, die ein deutliches Signal gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus setzen wollten, teilte das Erzbistum weiter mit. Im Zuge der Aktion „Licht aus für Rassisten“ werden die Kölner Bürger demnach aufgerufen, während der Pegida-Demonstration die Innen- und Außenbeleuchtung von Gebäuden auszuschalten.

Von

afp

Kommentare (30)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

real. ist

30.12.2014, 16:16 Uhr



Die schlimmsten Verbrechen geschahen durch die Kirchen, die Religion, "im Namen Gottes".

Religionen haben in der Geschichte der Menschheit nur Kriege, Gewalt, Folter und Mord hervorgebracht.

Kirchenfürsten als selbstgefällige Despoten. Kindesmissbrauch der Katholiken bis zum heutigen Tag.

Den Menschen über Jahrhunderte das Geld abgepresst und sich Prachtbauten davon bauen lassen - Kölner Dom.

Schalte das Licht nur aus in disem steingewordenen Sinnbild für Verschwendungssucht, Dekadenz und ebenso Zeugnis für NS-Zwangsarbeiter im Erzbistum Köln, welche "das Haus Gottes" selbst nie betreten durften.

Religion ist Quatsch.

Frau Frauke Müller

30.12.2014, 16:39 Uhr

Die Kirchen dürfen in der Gutmenschen-Allianz natürlich nicht fehlen. Die Kirchen müssen die ganzen Flüchtlinge ja auch nicht aus eigener Tasche durchfüttern - sie bekommen automatisch Milliarden an Kirchensteuer.

Wenn ich in dieser Lage wäre, dann würde ich auch einen auf Gutmensch machen.

Aber wie wäre es, wenn der Kardinal in seiner eigenen Wohnung eine Familie aufnehmen würde und sich mit denen Küche und Bad teilen müsste???

Die Kirche ist und war schon immer ein verlogener und selbstgerechter Haufen.

Eugen Prinz

30.12.2014, 16:44 Uhr

[...]
Aber knipst das Licht ruhig aus ... so sieht man das Handy-Lichter-Meer besser!!!
Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich. 

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×