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28.03.2012

19:52 Uhr

„Lieber Frank...“

Rösler wehrt sich gegen Schäfflers Vorwürfe

In einem persönlichen Brief bemängelte der Finanzexperte Frank Schäffler die Führungsqualitäten von FDP-Chef Philipp Rösler. Der schrieb nun zurück - und betonte sorgfältig die politischen Erfolge unter seiner Führung.

Frank Schäffler (l.) und FDP Parteichef Philipp Rösler. dpa

Frank Schäffler (l.) und FDP Parteichef Philipp Rösler.

BerlinFDP-Chef Philipp Rösler hat sich in einem Brief an seinen Parteifreund Frank Schäffler gegen dessen Attacken zur Wehr gesetzt. Die Liberalen hätten sich - anders als von Schäffler behauptet - „frühzeitig für zielgerichtete Lösungen aus der Schuldenkrise ausgesprochen und hierzu Vorschläge vorgelegt“, heißt es in dem Brief, der der Nachrichtenagentur dapd vorliegt. Mit der nun geplanten Regelung zu den Euro-Rettungsschirme werde „weder die Kapazität der Rettungsmechanismen noch die konkrete Haftung Deutschlands dauerhaft erhöht“.

Rösler argumentierte strikt sachlich. Außer der Anrede „lieber Frank“ enthält der Brief keine persönliche Note - Schäffler wird sogar mit „Sie“ angesprochen.

Der Finanzexperte und „Euro-Rebell“ Schäffler hatte dem Parteivorsitzenden am Dienstag in einem persönlichen Brief Führungsversagen vorgeworfen. Die FDP habe der Union das Thema Euro vollends überlassen. Über das Schreiben hatte Handelsblatt Online bereits berichtet.

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Rösler hob nun in seinem Brief an Schäffler die politischen Erfolge der Liberalen unter seiner Führung hervor. Die FDP habe sich gegen eine Aufstockung des Rettungsschirms ESM ausgesprochen - „dabei bleibt es“. Nach den Plänen der Regierung sollen der ESM und der bisherige Schirm EFSF zeitlich befristet parallel laufen. „Ohne die FDP gäbe es (...) schon längst eine Vergemeinschaftung der Schulden in Europa durch Euro-Bonds“, schrieb Rösler.

Von

dapd

Kommentare (6)

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Wartturm

28.03.2012, 20:52 Uhr

Hallo Freunde, der Landarzt aus Vietman hat doch recht. Er hat politische Erfolge, nämlich 00000000000. Leider habe ich nicht genug Zeit die Nullen anzuhängen.

bobi

28.03.2012, 21:46 Uhr

1,2% - der Erfolg hält sich in Grenzen.
Frank Schäffler ist ein echter Liberaler, er sollte lieber die FDP verlassen und zu den Piraten gehen. Die FDP ist tot und das ist gut so.

icke

28.03.2012, 23:34 Uhr

was wollt ihr denn alle ? Rössler ist das beste was uns passieren kann. hoffentlich hält er noch bis zur bundestagswahl durch. wäre schlimm wenn ein macher den vorsitz übernimmt und die dann tatsächlich in den bundestag einziehen. liebe fdp, wie wäre es mit dem thema "steuersenkung" oder "abschaffung bürokratie" ? lol

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