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29.05.2015

14:44 Uhr

Linken-Fraktionschef

Gysi setzt auf Rot-Rot-Grün nach 2017

Linken-Fraktionschef Gregor Gysi denkt jetzt schon über eine rot-rot-grüne Koalition nach der Bundestagswahl 2017 nach und ruft seine Partei auf, sich darauf vorzubereiten. Ohne Zugeständnisse wird das aber nicht gehen.

Gregor Gysi hat offenbar keine Lust mehr auf Opposition. dpa

Die Linke

Gregor Gysi hat offenbar keine Lust mehr auf Opposition.

BerlinLinken-Fraktionschef Gregor Gysi hat seine Partei aufgerufen, sich auf die Möglichkeit einer rot-rot-grünen Koalition nach der Bundestagswahl 2017 vorzubereiten. "Wir kommen nicht über zehn Prozent hinaus, wenn wir sagen: Die Linke will ewig in der Opposition bleiben", sagte Gysi der Berliner "tageszeitung" (Samstagsausgabe). Die Linke solle daher möglichst schon jetzt beginnen, mit SPD und Grünen über eine Mitte-Links-Regierung zu sprechen.

Gysi deutete in diesem Zusammenhang auch ein Einlenken in der heiklen Frage von Bundeswehr-Auslandseinsätzen an, die die Linke bislang strikt ablehnt. Zwar sei richtig, dass sich die Linke strikt gegen Kriegseinsätze ausspreche, "wir könnten aber darüber reden, um welche Einsätze es vor allem geht". Details zu möglichen Zugeständnissen nannte Gysi allerdings nicht.

Der Fraktionschef will auf dem Linken-Parteitag am Wochenende in Bielefeld eine Grundsatzrede halten. Dabei dürfte er sich auch zu seiner persönlichen Zukunft äußern. Im Herbst wählt die Linken-Fraktion im Bundestag einen neuen Vorstand. Gysi hat bislang offen gelassen, ob er erneut antritt.

Von

afp

Kommentare (1)

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Herr Marcus T.

29.05.2015, 16:40 Uhr

"Gysi setzt auf Rot-Rot-Grün nach 2017"
Wenn es soweit kommt: armes Deutschland, dann können wir den Laden endgültig dicht machen und die letzten Ansätze der aus Ludwig Erhard´s Zeiten stammenden und aus der katholischen Soziallehre hervorgegangenen sozialen Marktwirkschaft, von Rechtsstaatlichkeit, bürgerlichen Rechten und einem aus unserer Geschichte und Kultur geprägten gesellschaftlichen Leitbild endgültig begraben. Viel ist von diesen Prinzipien, Idealen und Wertvorstellungen in den vergangenen 25 Jahren, ohnehin nicht geblieben. Diese waren geprägt von einem vollkommen falsch ausgelegten Toleranzgedanken, kultureller Selbstverstümmelung einhergehend mit einer entwurzelten Bevölkerung, dem Import von US-Amerikanischem Kasinokapitalismus, sozialistischen Neiddebatten und Gerechtigkeitsfanatismus der zur Nivellierung und Gleichmacherei ausgeartet ist. Dass sich unsere Politbüro-Vorsitzende Frau Dr. Merkel unter dem Deckmantel der "Erneuerung" und "Modernisierung" der CDU prinzipienlos vor diesen Karren spannen lies wiegt umso schwerer. Dass Deutschland und Europa infolge dieser "modernen" Politik die nur noch auf kurzfristige ökonomische Interessen -am besten noch die eigenen- ausgerichtet ist, heute weiter denn je von den eigenen Zielen und Ansprüchen entfernt ist als seit dem Ende des 2. Weltkrieges, verwundert somit nicht. Genannt seien bei diesen "Ansprüchen" z.B. Wohlstand in allen Bevölkerungsschichten, Demokratie im Sinne von echter politischer Beteiligung des Volkes an Entscheidungen, Freiheit im Sinne von Ergebnis- und vorurteilsoffener Diskussion, Bildung nicht nur im Sinne von ökonomischer oder in monetärer Hinsicht ummünzbarer Bildung sondern im Sinne von echter Bildung die auch Werte- und Ideale umfassen. Man muss sich vor diesem Hintergrund auch nicht wundern wenn sich zahlreiche verunsicherte oder in sich nicht gefestigte Bürger mit Graus abwenden und ihr Heil in anderen "Heilslehren", sei es ein radikaler Islam oder andere Radikale Lehren suchen.

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