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23.02.2013

12:44 Uhr

Linken-Spitzenkandidat

Gysi sieht sich als Opfer einer Kampagne

Der Linksfraktionschef wertet die gegen ihn gerichteten Stasi-Vorwürfe als Kampagne gegen seine Partei. Ziel sei es, die Partei unter die Fünf-Prozent-Hürde zu drücken - von der Vorsitzenden gibt es Unterstützung.

Gregor Gysi war Anwalt in der DDR: Die Stasi-Vorwürfe der letzten 20 Jahre konnte er immer wieder entkräften. dpa

Gregor Gysi war Anwalt in der DDR: Die Stasi-Vorwürfe der letzten 20 Jahre konnte er immer wieder entkräften.

Berlin„Ich weiß, dass sie daran arbeiten, uns unter die Fünf-Prozent-Hürde zu drücken. Sie werden es nicht schaffen.“ Die Vorwürfe selbst wies Gysi erneut zurück: „Abgesehen von ein paar dienstlichen Kontakten hat es nie eine inoffizielle Zusammenarbeit mit der Staatssicherheit gegeben“, sagte er. Er unterschreibe keine eidesstattlichen Versicherungen. Die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt gegen den 65-Jährigen wegen des Vorwurfs einer falschen eidesstattlichen Versicherung zu seinen Stasi-Kontakten. Beim Parteitag soll Gysi zum Spitzenkandidaten der Berliner Linken für die Bundestagswahl im September gewählt werden.

Gysi zu Stasi-Vorwürfen: „Sie werden einen Rücktritt von mir nicht erleben“

Gysi zu Stasi-Vorwürfen

„Sie werden einen Rücktritt von mir nicht erleben“

Wieder in Berlin musste er sich zu den erneuten Stasi-Vorwürfen äußern.

Die Linkspartei-Bundesvorsitzende Katja Kipping forderte den Berliner Landesverband auf, Gysi Rückendeckung zu geben. Bei der Listenaufstellung für die Bundestagswahl sollten sie „in Zeiten wie diesen ein besonders deutliches Zeichen setzen, dass die Partei geschlossen hinter Gregor Gysi steht“, sagte Kipping bei dem Parteitag.

Kommentare (14)

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Account gelöscht!

23.02.2013, 13:22 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt gegen den 65-Jährigen wegen des Vorwurfs einer falschen eidesstattlichen Versicherung
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Ein Jurist (der Gysi ja ist ) sollte wissen das einem solchen Vorwurf nachgegangen werden muss .
Sollte nix dran sein , werden alle Ermittlungen natürlich eingestellt , sollte er tatsächlich eine falsche eidesstattliche Versicherung abgegeben haben , wird er (Gysi) bestraft , nicht die Partei der Linken !!!

KORRUPTUS

23.02.2013, 13:28 Uhr

Klar ist er das Opfer einer Intrige. Dass er für die Stasi Leute ausspioniert hat dürfte trotz alledem nicht von der Hand zu weisen sein. Allerdings stellt sich die frage warum man bei unserer Bundeskanzlerin nicht genauer hinschaut, denn auch sie hat unter Ihrem IM Namen "ERIKA" Leute ausspioniert u. an den Pramger gebracht. Ganz zu schweigen von unserem Bundespräsidenten der unter dem Namen "IM Larve" Leute zum Schafott gebracht hat. Es wird Zeit dass hier mal intensiv "nach gearbeitet" wird in Sachen Spitzenpolitiker!

Radek

23.02.2013, 13:47 Uhr

@energieelite

Zustimmung, wenn Herr Gysi eine falsche eidesstattliche
Aussage gemacht hat und dieses bewiesen werden kann, muß er verurteilt werden.
In Israel stehen ständig Spitzpolitiker vor Gericht wegen Vergewaltigung, Korruption u.s.w. Jüngst hat es den Außenminister Liberman erwischt.
Die israelische Demokratie funktioniert trotzdem und beweist dadurch ihre Stärke, indem ihr Gerichtswesen gerechte Urteile fällt, ohne Ansehen der Person.

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