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24.10.2016

14:15 Uhr

LMU-Studie in Bayern

Mehr als die Hälfte steht Muslimen ablehnend gegenüber

Mehr als die Hälfte aller Menschen in Bayern hat eine ablehnende Haltung gegenüber Muslimen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Nur 11 Prozent haben keine Vorbehalte.

Die Mehrheit der Menschen in Bayern hat laut einer Studie Vorbehalte gegenüber Muslimen. dpa

Männer in der Moschee

Die Mehrheit der Menschen in Bayern hat laut einer Studie Vorbehalte gegenüber Muslimen.

MünchenMehr als die Hälfte aller Menschen in Bayern (56 Prozent) zeigt laut einer Studie eine ablehnende Haltung gegenüber Muslimen. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in ihrer repräsentativen Erhebung zur „gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ in Bayern, die am Montag in München vorgestellt wurde. 35 Prozent der Befragten zeigten demnach eine „mittlere“ ablehnende Haltung Muslimen gegenüber, 21 Prozent sogar eine „starke“.

34 Prozent der Befragten bescheinigte die Studie noch eine „schwache gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ in Bezug auf Muslime. Nur 11 Prozent der Befragten hatten demnach keinerlei Vorbehalte gegenüber Menschen dieses Glaubens. „Insgesamt ist da schon eine deutliche Ablehnung da“, sagte der Soziologe Christian Ganser von der LMU.

Die Wissenschaftler hatten drei Behauptungen aufgestellt, auf die die rund 1700 Befragten in Bayern in verschiedenen Stufen der Zustimmung oder Ablehnung reagieren konnten: „Die muslimische Kultur passt gut nach Deutschland“, „Die Sitten und Bräuche des Islam sind mir nicht geheuer“ oder „Es gibt zu viele Muslime in Deutschland“. Nach Angaben der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung, die die Umfrage gefördert hat, handelt es sich um die erste bayernweite Studie dieser Art.

Von

dpa

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