Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.12.2016

12:03 Uhr

Lohnentwicklung in Deutschland

Tarifgehälter steigen im Schnitt um 2,5 Prozent

Im Jahr 2016 sind die Tariflöhne und -gehälter um durchschnittlich 2,5 Prozent gestiegen. Spitzenreiter ist die chemische Industrie, gefolgt von der Metall- und Elektroindustrie – bis zum Bankgewerbe als Schlusslicht.

Wegen der niedrigen Inflation in diesem Jahr können viele Arbeitnehmer „mit einer realen Steigerung der Tarifverdienste von bis zu zwei Prozent rechnen“, erklärte WSI-Tarifexperte Reinhard Bispinck. dpa

Lohn

Wegen der niedrigen Inflation in diesem Jahr können viele Arbeitnehmer „mit einer realen Steigerung der Tarifverdienste von bis zu zwei Prozent rechnen“, erklärte WSI-Tarifexperte Reinhard Bispinck.

DüsseldorfTariflöhne und -gehälter sind in diesem Jahr durchschnittlich um 2,5 Prozent gestiegen. Spitzenreiter mit 3,0 Prozent mehr war die chemische Industrie, Schlusslicht das Bankgewerbe mit 1,5 Prozent, wie das WSI-Tarifarchiv der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Dienstag in Düsseldorf mitteilte.

Wegen der niedrigen Inflation in diesem Jahr von rund 0,5 Prozent können viele Beschäftigte „mit einer realen Steigerung der Tarifverdienste von bis zu zwei Prozent rechnen“, erklärte WSI-Tarifexperte Reinhard Bispinck.

Mindestlohn: Koalitionspolitiker fordern Erhöhung ab 2017

Mindestlohn

Koalitionspolitiker fordern Erhöhung ab 2017

Auf „deutlich über neun Euro“ solle der Mindestlohn ab Januar 2017 steigen, fordern Arbeitnehmervertreter von CDU und SPD. Derzeit deutet sich jedoch offenbar ein niedrigeres Niveau an.

In der Metall- und Elektroindustrie erreichte die IG Metall eine Tariferhöhung von 2,8 Prozent ab Juli 2016 und einer weiteren Anhebung um 2,0 Prozent ab April 2017. Ebenfalls im Mittelfeld lagen die Einkommenssteigerungen für den öffentlichen Dienst (Bund und Gemeinden) um 2,4 Prozent ab März dieses Jahres und um weitere 2,35 Prozent ab Februar nächsten Jahres bei einer Laufzeit von zwei Jahren.

Im Baugewerbe erreichte die IG BAU für 2016 eine Tariferhöhung von 2,4 im West sowie 2,9 Prozent im Osten und für 2017 weiteren 2,2 Prozent (West) und 2,4 Prozent (Ost) bei insgesamt 22 Monaten Laufzeit. In der Druckindustrie erhalten die Beschäftigten nach drei Nullmonaten eine Tariferhöhung von 2,0 Prozent ab Juli dieses Jahres und weitere 1,8 Prozent ab August nächsten Jahres bei einer Laufzeit von 29 Monaten.

Ost-West-Gefälle: Im Westen gibt es mehr Geld als im Osten

Ost-West-Gefälle

Im Westen gibt es mehr Geld als im Osten

Die Tariflöhne in Ost und West sind angeglichen und trotzdem verdienen Arbeitnehmer in Ostdeutschland deutlich weniger als die westdeutschen Kollegen. Der Unterschied kann mehrere hundert Euro betragen.

Bei der Deutschen Bahn gibt es für dieses Jahr eine Einmalzahlung; eine Tariferhöhung von 2,5 Prozent soll ab April 2017 und weitere 2,62 Prozent ab Januar 2018 folgen.

In der Leiharbeit vereinbarte die DGB-Tarifgemeinschaft die endgültige Ost/West-Angleichung bis April 2021. Bis dahin steigen die Entgelte im Westen jährlich zwischen 2,5 und 3,2 Prozent und im Osten jährlich bis zu 4,82 Prozent. Der Abschluss hat eine Laufzeit von 36 Monaten.

Das „Konfliktniveau“ war in diesem Jahr geringer als 2015: Das WSI schätzt die Zahl der streikbedingten Ausfalltage im ersten Halbjahr auf rund 405.000. Im gesamten vergangenen Jahr waren es zwei Millionen.

Von

afp

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

13.12.2016, 15:07 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Ebsel, Dirnberger....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

das ist unser geliebter

TRAUTMANN

Danke

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×