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16.02.2012

15:09 Uhr

Lohnsteigerungen

Arbeitgeber orientieren sich an einem Prozent

„Realitätsfern und nicht ernstzunehmend“: Die Arbeitgeber weisen die Lohnforderungen der Gewerkschaften entschieden zurück. Ihr Angebot fällt deutlich schlechter aus.

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt: realitätsfern und nicht ernstzunehmend. dpa

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt: realitätsfern und nicht ernstzunehmend.

BerlinArbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat die Forderungen der Gewerkschaften nach Lohnerhöhungen von bis zu 6,5 Prozent als realitätsfern und kaum ernstzunehmend zurückgewiesen. Die Arbeitnehmer hätten zweifellos das Recht, mit Lohnerhöhungen angemessen an der insgesamt guten Entwicklung der meisten Unternehmen teilzuhaben, sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) am Donnerstag in Berlin. Allerdings müssten auch die wachsenden Unsicherheiten, etwa durch die europäische Staatsschuldenkrise und die insgesamt abgeschwächte Konjunkturentwicklung, berücksichtigt werden.

Der maßgebliche Orientierungspunkt für Lohnzuwächse in den kommenden Tarifrunden sollte nach Hundts Worten der Produktivitätszuwachs bleiben. Und der werde mit einem Plus von knapp einem Prozent 2012 wohl nur halb so hoch wie im Vorjahr ausfallen.

„Die Tariflohnsteigerungen werden in diesem Jahr nicht so hoch sein können wie im Vorjahr“, dämpfte Hundt daher die Erwartungen der Arbeitnehmer. Mit einbezogen werden müsse auch, dass das gesamtwirtschaftliche Wachstum in Deutschland in diesem Jahr nur rund ein Drittel so hoch wie 2011 ausfallen dürfte - Hundt rechnet mit einem Zuwachs von maximal 1,2 Prozent in 2012. Im vergangenen Jahr waren die Bruttostundenlöhne und -gehälter in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Durchschnitt um 3,3 Prozent angehoben worden. „Wenn es den Unternehmen gutgeht, muss es auch den Arbeitnehmern gutgehen.“ Dieses Prinzip gelte weiterhin, sagte Hundt.

Mit Blick auf die Tarifverhandlungen zur Zeitarbeit bekundete Hundt zudem die Bereitschaft der Arbeitgeberseite, stufenweise in Richtung einer Lohnangleichung der Zeitarbeiter mit der Stammbelegschaft zu gehen. Für die Arbeitgeber sei entscheidend, die Zeitarbeit als Instrument der Flexibilität zu behalten. Klar sei aber auch, Zeitarbeit sei für die Arbeitgeber kein Instrument zum Lohndrücken. Deshalb seien die Unternehmen auch bereit, eine Verteuerung der Zeitarbeit hinzunehmen.

Von

rtr

Kommentare (11)

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RKurth

16.02.2012, 15:27 Uhr

Lieber Herr Hundt, dazu fällt einem nur ein: provokant, ignorant, arrogant - Schönen Tag noch bis zur Tarifauseinandersetzung, wer Wind sät wird Sturm ernten

Account gelöscht!

16.02.2012, 16:15 Uhr

Wenn ich diesen Typen schon sehe, wird mir schlecht.
Selbst die Taschen vollstopfen, aber die Mitarbeiter sollten am besten alle zum Nulltarif arbeiten
Unsere Arbeitgeber müßte mal mit Baseballstöcken in ihre Büros gejagt werden und dort so lange eingespert bis sie ihren Verstand wieder gefunden haben.
Haben das nicht im letzten Jahr mal einige in Frankreich gemacht?
Aber usere sogg. Eliten gehen sogar vor Gericht, wenn ihnen ir Geld zu wenig ist.
Eichel, der mehr als 14.000!! € Rente bekommt, der Middelhoff, der ein Unternehmen platt gemacht hat, erklärt vor Gericht, er brauche im Monat 70.000 € für sein Leben.
Ddiese ganzen Typen haben jedes Maß udn Ziel verloren und gehören alle mal auf Hartz IV gesetzt
Wäre mal eine gute Erziehungsmaßnahme

Account gelöscht!

16.02.2012, 16:34 Uhr

Ist doch das übliche Tamtam beider Seiten des Sozialkartells: Fordere 6%! Biete 1%! -> Im Ergebnis 7/2=3,5%. Das wäre auch in Ordnung.

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