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11.03.2011

12:29 Uhr

Lohnzurückhaltung

Deutsche Arbeitskosten steigen langsam

Nur wenig mehr als im Vorjahr mussten Arbeitgeber 2010 für eine Arbeitsstunde zahlen. Das Plus von 0,7 Prozent liegt deutlich unter dem EU-Durchschnitt. In Deutschland spielte auch ein statistischer Effekte eine Rolle.

Im vergangenen Jahr erhöhten sich die Bruttolöhne der Deutschen insgesamt kaum. Quelle: dpa

Im vergangenen Jahr erhöhten sich die Bruttolöhne der Deutschen insgesamt kaum.

Berlin

Wegen geringer Lohnerhöhungen sind die Arbeitskosten in Deutschland 2010 nur leicht gestiegen. Eine Arbeitsstunde verteuerte sich um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit.

Ein kleineres Plus hatte es zuletzt 2005 mit 0,2 Prozent gegeben. Im Krisenjahr 2009 hatte der massive Einsatz der Kurzarbeit die Kosten noch um 2,7 Prozent und damit so stark wie seit neun Jahren nicht mehr nach oben getrieben.

Grund für den geringen Anstieg sind die kaum veränderten Bruttolöhne und -gehälter. Sie erhöhten sich mit 0,5 Prozent so langsam wie seit Beginn der Statistik 1997 nicht mehr. Hier spielte aber ein statistischer Effekt eine wichtige Rolle: Schrumpfte die Arbeitszeit 2009 durch Kurzarbeit und den Abbau von Arbeitszeitkonten noch deutlich, nahm sie im Aufschwung wieder zu. Dadurch stiegen die Stundenlöhne kaum. Die Lohnnebenkosten - von der betriebliche Altersvorsorge über die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall bis hin zu den Sozialversicherungen - nahmen um 1,3 Prozent zu.

In Deutschland steigen die Arbeitskosten deutlich langsamer als in der Europäischen Union. Im dritten Quartal 2010 - jüngere Vergleichsdaten liegen noch nicht vor - erhöhten sie sich um 0,4 Prozent zum Vorquartal. In Frankreich lag das Plus dagegen bei 3,1 Prozent, im EU-Schnitt bei 1,2 Prozent.

Von

rtr

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