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11.03.2011

15:49 Uhr

Lokführer-Gewerkschaft

Kein Streik bis Dienstag

Bahnfahrer können vorerst aufatmen. Bis einschließlich Dienstag will die Lokführergewerkschaft GDL ihre Streiks aussetzen. Von einem "Ultimatum" will die GDL aber nichts wissen.

Am 10. März hatten die Lokführer Güter- und Personenzüge bestreikt. Quelle: dpa

Am 10. März hatten die Lokführer Güter- und Personenzüge bestreikt.

FrankfurtDie Lokführergewerkschaft GDL setzt ihre Streiks bis einschließlich Dienstag aus. Die Arbeitgeber hätten bis dahin Zeit, der GDL ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen, teilte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Freitag in Frankfurt mit#

"Wenn uns bis Dienstag Mitternacht kein Angebot vorliegt, behalten wir uns weitere Arbeitskampfmaßnahmen vor", sagte ein GDL-Sprecher. Von einem "Ultimatum" wollte er aber nicht sprechen.

Die GDL will einheitliche Tarifstandards für etwa 26.000 Lokführer im Nah-, Fern- und Güterverkehr durchsetzen - egal, bei welchem Betreiber sie arbeiten.

Eine Kernforderung sind einheitliche Einkommen auf dem Niveau des Marktführers Deutsche Bahn sowie fünf Prozent Aufschlag - auch bei den großen Bahn-Konkurrenten Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn.

Die Mitglieder der Gewerkschaft hatten sich mit großer Mehrheit für einen unbefristeten Arbeitskampf ausgesprochen. Am Mittwoch und Donnerstag hatte ein Streik im Güter- und Personenverkehr den Verkehr auf der Schiene zeitweise lahmgelegt. Dennoch liege noch immer kein verhandlungsfähiges Angebot vor, erklärte GDL-Chef Claus Weselsky.

Von

dpa

Kommentare (2)

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vivarium

11.03.2011, 16:18 Uhr

Die Deutsche Bahn AG ist nicht gemeint - gemeint sind die Privatbahnen. Wenn dann die DB vestreikt wird, ist dies moderne Geiselhaft. Geiselnahme ist strafbar - auch nach dem dem deutschen Strafrecht. Es wundert sehr, dass der Vorstand der DB noch keine Strafanzeige wegen Nötigung, Erpressung und Gefährdung des Verkehrsraums des Verkehrsnetzes der DB gestellt hat.

my2cents

11.03.2011, 21:04 Uhr

Die Frage ist, darf man jedes Mittel einsetzen um seine persönlichen Ziele durchzusetzen ?
Die privaten Bahngesellschaften trifft der Streik kaum. Sie erhalten ihr Geld größtenteils durch die Zuwendungen der Kommunen und über Zeitkarten. Sie sind also abgesichert. Bei einem Streik sparen sie Betriebskosten bei ähnlichen Einnahmen (Streik=höhere Gewalt -> Kommunen zahlen). Nur wenn die Bevölkerung blutet und schreit wird Druck erzeugt.
Rechtlich darf die Gewerkschaft das, wenn man aber den Ursprung der Gewerkschaft sieht muss man sich fragen, wo kommt sie her und wo will sie hin ?
Sie verkommt gerade von einer Solidargemeinschaft zu einer Vertretung von isolierten Gruppeninteressen.
Da Gewerkschaften nur durch die Mitglieder leben frage ich mich, welche Moralvorstellungen haben diese ?
Darf ich meine Rechte um jeden (diesen) Preis durchsetzen ?
Ich stelle an meine Freunde und Kollegen andere Ansprüche !

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