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18.05.2017

14:53 Uhr

Luftsicherheit

De Maizière kann sich Laptop-Verbot für Handgepäck vorstellen

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) schließt ein Verbot von Laptops im Handgepäck von Flugzeugen nicht aus. Zwar bedeute ein solches Verbot eine erhebliche Veränderung, aber Sicherheit gehe vor Bequemlichkeit.

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BrüsselBundesinnenminister Thomas de Maizière schließt die Übernahme des US-Verbots von Laptops im Handgepäck nicht aus. „Wir teilen die Sorge, dass wir im Bereich der Luftsicherheit gegebenenfalls neue Risiken zu bewältigen haben“, sagte de Maizière am Donnerstag vor Beratungen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel. Es gebe viele Argumente, die dafür sprächen, dass Laptops im Frachtraum eines Flugzeugs sicherer aufgehoben seien als im Handgepäck. Dies sei zwar eine erhebliche Veränderung. „Aber ich muss sagen: Im Zweifel geht die Sicherheit vor Bequemlichkeit.“

Mit Blick auf seine jüngsten Gespräche mit Vertretern der US-Regierung in Washington sagte de Maizière: „Wir sind sehr gut von unseren amerikanischen Kollegen bilateral informiert worden.“ Diese Informationen seien mittlerweile auch „einem weiteren Kreis“ gegeben worden. In der EU war Kritik an der US-Regierung laut geworden, nicht in die Überlegungen eingebunden worden zu sein, das bestehende Laptop-Verbot für Flüge aus dem arabischen Raum auf Verbindungen zwischen Europa und den Vereinigten Staaten auszuweiten.

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Filmeschauen auf dem Tablet, Arbeiten am Laptop – das können Reisende auf Flügen in die USA womöglich bald nicht mehr. Denn die Vereinigten Staaten erwägen ein Handgepäck-Verbot für solche Geräte.

Hohe Wellen hatten Medienberichte geschlagen, dass US-Präsident Donald Trump die Gründe für das Laptop-Verbot dem russischen Außenminister Sergej Lawrow erläutert und dabei Geheimdienstinformationen preisgegeben haben soll.

De Maizière setzt auf ein gemeinsames Vorgehen der EU und der USA beim Laptop-Verbot. Er hoffe, dass es nach weiteren Gesprächen von Experten beider Seiten in Washington kommende Woche keine einseitige Entscheidung der Amerikaner gebe.

Am Mittwochabend hatten hochrangige Vertreter beider Seiten in Brüssel noch keinen Beschluss gefasst. Fluglinien befürchten durch ein Verbot Einbußen beim Ticketverkauf. Zudem bestehe das Risiko eines Feuerausbruchs in den Frachträumen der Flugzeuge, wenn dort große Mengen Laptops und deren Lithium-Ionen-Batterien ohne Aufsicht transportiert würden.

Von

rtr

Kommentare (3)

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G. Nampf

18.05.2017, 15:35 Uhr

"„Aber ich muss sagen: Im Zweifel geht die Sicherheit vor Bequemlichkeit.“"

Dann explodiert die Bombe eben im Frachtraum. Wenn es Terroristen schaffen, eine Bombe an den Sicherheitsprüfungen vorbeizuschmuggeln, ist es egal wo sie im Flieger ist.

Am besten, man verbietet das Fliegen vollständig und ersetzt es durch Land- bzw. Schiffsreisen - das ist am sichersten, aber auch nicht ohne Risiko.

Herr Paul Kersey

18.05.2017, 16:57 Uhr

Was für ein Schwachsinn!
Das heißt demnächst stehen hunderte Business-Manger an den Gepäckausgaben und warten auf ihre alle gleich aussehenden schwarzen Trollys wo ein verschissenes Laptop drin ist. Da machen es sich die Sicherheitsdienste ein bisschen sehr einfach!

Herr Hans Klahrin

18.05.2017, 17:03 Uhr

Wenn man jetzt fliegen nur noch nackt und ohne Gepäck erlauben würde, braucht man keine Sicherheitskontrollen mehr und keinen Frachtraum. Ein kleines Schließfach für jeden, wo die Gelbörse reinpasst und fertig.
Dann kann man noch Sitzplätze in den Frachtraum bauen.
Und die Wirtschaft profitiert auch, weil jeder Ankömmling sich am Flughafen neu einkleiden muss. Und bei der Abreise kann er die ganzen Sachen dann direkt an die Armen spenden.
"Im Zweifel geht hatl Sicherheit vor Bequemlichkeit."

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