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31.01.2011

17:15 Uhr

Machtkampf um Frauenquote

Schröder fordert von der Leyen heraus

Showdown im Bundeskabinett: Die Arbeitsministerin und die Familienministerin beharken sich mit gegensätzlichen Vorstellungen zur Frauenquote in Führungspositionen. Wie es aussieht, stehen die Chancen für Kristina Schröder nicht schlecht.

Kristina Schröder (l.) gegen Ursula von der Leyen: Kann Kanzlerin Merkel vermitteln? dpa

Kristina Schröder (l.) gegen Ursula von der Leyen: Kann Kanzlerin Merkel vermitteln?

HB BERLIN. Die Frauenquote ist in aller Munde. Plötzlich wollen sie fast alle, doch jeder auf seine Weise. Auch die Bundesregierung hat sich die Frauenförderung zum Ziel gesetzt, doch wie das geschehen soll, darüber sind Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen und ihre CDU-Parteifreundin, Familienministerin Kristina Schröder, zerstritten.

Von der Leyen will eine gesetzliche, verbindliche Quote von 30 Prozent für Vorstände und Aufsichtsräte großer börsennotierter Unternehmen. Schröder setzt auf eine Soft-Variante mit einer „Pflicht zur Selbstverpflichtung“ ohne starre Quote. Sie kann sich damit der Unterstützung der Wirtschaft sicher sein. Und auch Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hat schon Beistand signalisiert.

Die Diskussion um die Frauenquote ähnelt fast dem Feilschen auf orientalischen Basaren: Manche in den Unternehmen halten schon 20 Prozent für zu viel. Die Frauen in der Unionsfraktion haben einen Stufenplan für eine 30-Prozent-Regelung bis 2018 ins Gespräch gebracht. SPD und Grüne sind für 40 Prozent, die Linken für 50 Prozent Frauenanteil in den Führungsetagen der Wirtschaft.

Was den Streit im Kabinett angeht, werden manche darin an eine Art Zickenkrieg erinnert. Nach Lesart der Bundeskanzlerin ist es aber ein ganz „normaler Diskussionsprozess“, wie es Vize-Regierungssprecherin Sabine Heimbach formulierte. Die beiden Streithähne eine ja doch „das Grundanliegen, dass eine Veränderung notwendig ist“.

Kommentare (2)

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Vetterleswirtschaft mal anders...

31.01.2011, 18:51 Uhr

Vetterleswirtschaft mal anders! Eine Frauenquote einführen, damit die paar Topmanagerinnnen ihre Schärflein im Trockenen haben. Nicht mehr die/der beste, sondern nach Quote. Und noch mit 5-Jahresplan Frau von Lügen, Frau Merkel und Co.?

Sauron

31.01.2011, 20:08 Uhr

Haben wir eigentlich keine männliche Vertretung in der CDU, oder sind die alle schwul ?

Es reicht jetzt langsam mit dem Gegacker der Hühner.

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