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22.10.2014

08:48 Uhr

Mädchen am Frankfurter Flughafen gestoppt

Aus der High-School in den Dschihad nach Syrien?

Drei Teenager aus Denver, die sich offenbar den Extremisten des Islamischen Staates (IS) anschließen wollten, sind auf ihrem Weg nach Syrien gestoppt worden. Das FBI ließ die Mädchen am Frankfurter Flughafen festnehmen.

Am Frankfurter Flughafen endete die Reise der drei Mädchen. Sie wurden auf Bitten des US-Konsulats und ihrer Eltern in Gewahrsam genommen wurden. dpa

Am Frankfurter Flughafen endete die Reise der drei Mädchen. Sie wurden auf Bitten des US-Konsulats und ihrer Eltern in Gewahrsam genommen wurden.

FrankfurtAm Frankfurter Flughafen sind drei Mädchen aus Denver aufgegriffen worden, die sich nach Berichten von US-Medien den Extremisten des Islamischen Staates (IS) in Syrien anschließen wollten. Die deutsche Bundespolizei bestätigte, dass drei amerikanische Jugendliche am Flughafen auf Bitten des US-Konsulats und ihrer Eltern in Gewahrsam genommen wurden. Die Mädchen waren von ihren Eltern als vermisst gemeldet worden.

Der US-Rundfunksender Voice of America berichtete, zwei der Mädchen seien Schwestern und stammten aus einer somalischen Familie. Die dritte stamme aus Sudan. Sie seien 15, 16 und 17 Jahre alt. Eines der Mädchen habe der deutschen Bundespolizei gesagt, sie seien auf dem Weg in die Türkei. Diese ist oft das Transitland für Ausländer, die sich in Syrien dem IS anschließen wollen.


Die Ermittlungsbehörde FBI teilte am Dienstag lediglich mit, die Mädchen seien inzwischen wieder bei ihren Familien. Der Fall werde untersucht. Der Sender CNN meldete, das FBI prüfe die Internet-Kommunikation der Mädchen um herauszufinden, ob es einen Unterstützer gegeben habe.

Im US-Bundesstaat Colorado haben sich viele Flüchtlinge aus Somalia niedergelassen. Die Eltern der Mädchen gaben den Medienberichten zufolge an, sie hätten von der Absicht ihrer Kinder nichts gewusst. Sie seien bislang auch noch nie weggelaufen.

Zwei der Mädchen hatten den Berichten zufolge vorgetäuscht, krank zu sein, seien nicht zur Schule gegangen und hätten dann 2000 Dollar von ihren Eltern genommen und sich abgesetzt. Diese alarmierten die Polizei, als sie merkten, dass Geld und Pässe fehlten. Ob die drei beim IS eine Kontaktperson haben, blieb zunächst unklar. Eine Anklage auf US-Bundesebene scheint unwahrscheinlich.

Kommentare (3)

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Herr never mind

22.10.2014, 08:58 Uhr

wie kamen drei Minderjährige überhaupt erst von den USA nach Frankfurt ? Mein minderjähriger Sohn kann ja nicht einmal innerhalb der EU ohne Genehmigung ein Flugzeug betreten.

Herr Teito Klein

22.10.2014, 12:23 Uhr

Drei kleine Mädchen auf dem Weg in den Dschihad
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Sie schwänzten die Schule und klauten ihren Eltern 2.000 Dollar.
Sie wollten in die Türkei und von dort aus nach Syrien weiterreisen. Dort wollten sie sich der Terrormiliz IS anschließen.
Zu ihrem Pech sind sie am Frankfurter Flughafen gestoppt worden. Jetzt kommen sie nicht ins Paradies.
Warum hat man sie nicht weiterreisen lassen? Wenn sie dort als "Märtyrer" umgekommen wären, hätte die Gesellschaft ein Problem weniger.
Hat Allah ihnen auch 72 "Knaben" versprochen? Den männlichen Märtyrern erwarten doch 72 "Jungfrauen" im Paradies.

Herr Eric Boule

29.10.2014, 07:35 Uhr

Ich sehe das grosse Problem i/d deutschen Politik.Seitdem diese Politiker i/d Nato beschlossen haben zum Ueberfall auf den syrischen Staat+anschliessend die syrische Regierung als Barbaren definiert haben welche so schnell wie moeglich vernichtet werden muessen,ist eine gefaehliche Atmosphaere kreiert.Statt einen direkten Angriff auf Syrien wurde alles ueber Tuerkei+Jordanien abgewickelt,also unsichtbar fuer das deutsche Publikum.Arabische Einwohner in Deutschland fuehlten sich natuerlich angesprochen+haben ueber Internet weitere Informationen bekommen.Die EU bekam fuer diese Politik in 2012 den FriedensNobelPreis.Die deutsche Politik hat ihr eigenes Problem verursacht+muss jetzt damit fertig werden.Die Lehre aus dieser Geschichte lautet die Nato aendern von einer agressiven Organisation in eine defensive,nur fuer europaeische Teilnehmer damit nur EU-Interessen vertreten werden koennen

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