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31.03.2016

10:53 Uhr

März

Frühling kommt, Arbeitslosenquote sinkt

Es ist Frühling und die Zahl der Jobsucher in Deutschland sinkt weiter. Der übliche Aufschwung fällt in diesem Jahr jedoch nicht ganz so stark aus wie sonst im März. Das hat einen Grund.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im März gesunken. dpa

Arbeitsmarkt

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im März gesunken.

NürnbergDank der einsetzenden Frühjahrsbelebung ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im März weiter zurückgegangen – um 66.000 auf rund 2,85 Millionen. Das ist der niedrigste Wert in einem März seit 25 Jahren. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 87 000 Erwerbslose weniger, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 6,5 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt hat sich insgesamt weiter positiv entwickelt. Zwar hat sich die Arbeitslosigkeit saisonbereinigt nicht verändert, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist aber erneut gewachsen“, sagte BA-CHef Frank-Jürgen Weise. Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl stagnierte bundesweit bei gut 2,73 Millionen.

Grund für den Rückgang der unbereinigten Arbeitslosenzahl war nach Angaben der Bundesagentur der übliche Frühjahrsaufschwung, der am Arbeitsmarkt im März beginnt. Nach dem Winter stellen vor allem witterungsabhängige Branchen wie der Bau wieder Mitarbeiter ein, die sich über die kalte Jahreszeit arbeitslos gemeldet hatten.

Voraussetzungen für die Einstellung von Flüchtlingen

Schulische Berufsausbildung

Rein schulische Berufsausbildungen sind für Asylsuchende und Geduldete rechtlich immer möglich und müssen nicht von der Ausländerbehörde genehmigt werden.

 

Praktika zur Einstiegsqualifizierung

Praktika zur Einstiegsqualifizierung, wie sie viele Konzerne anbieten, können sechs bis zwölf Monate dauern. Die Ausländerbehörde muss das genehmigen, die Arbeitsagentur nicht. Eine Förderung muss bei der örtlichen Arbeitsagentur beantragt werden.

Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung

Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung dürfen sechs Wochen dauern und müssen bei der Arbeitsagentur beantragt werden. Wieder gilt: Drei Monate Sperrfrist für Asylsuchende und Geduldete.

Leiharbeit

Wenn Flüchtlinge 15 Monate in Deutschland leben, können sie als Leiharbeiter eingestellt werden.

Generelle Praktika

Ganz normale Praktika müssen von der Ausländerbehörde und der Arbeitsagentur genehmigt werden. Es gilt zudem wie bei richtigen Jobs auch die Voranprüfung.

Flüchtlinge mit besonderen Qualifikationen

Bei Flüchtlingen mit besonderen Qualifikationen kann die Vorrangprüfung schon nach drei Monaten entfallen.

Asylbewerber aus sicherem Herkunftsland

Asylbewerber aus einem sogenannten sicheren Herkunftsstaat, die nach dem 31. August 2015 einen Antrag gestellt haben, dürfen nicht arbeiten, so lange ihr Verfahren bearbeitet wird.

Betriebliche Ausbildung

Eine betriebliche Ausbildung dürfen Asylsuchende ab dem vierten Monaten und Geduldete sofort beginnen, sofern kein Arbeitsverbot vorliegt. Die Ausländerbehörde kann für die Aufnahme einer Ausbildung eine Duldung zunächst für ein Jahr erteilen - und jeweils bei Bedarf verlängern. Die Lehre muss vor dem 21. Lebensjahr begonnen werden. Für den konkreten Ausbildungsplatz muss eine individuelle Beschäftigungserlaubnis bei der Ausländerbehörde beantragt werden.

Arbeitsverbot für Geduldete

Es gibt Geduldete, die einem Arbeitsverbot unterliegen.

Arbeiten ohne Einschränkungen

Anerkannte Flüchtlinge dürfen in Deutschland ohne Einschränkungen arbeiten.

 

Allerdings fiel die März-Belebung in diesem Jahr etwas schwächer aus als in den vergangen drei Jahren. Das Forschungsinstitut IAB der Bundesagentur hatte zuletzt bereits darauf hingewiesen, dass die Frühjahrsbelebung in diesem Jahr schwächer ausfallen könnte. Die Arbeitsmarktexperten begründeten das unter anderem damit, dass in dem milden Winter auch weniger Arbeitslosigkeit aufgebaut wurde als sonst üblich.

Die Erwerbstätigkeit sowie die Zahl der Menschen mit regulärem Job sind hingegen weiter gewachsen. Nach den jüngsten Daten des Statistischen Bundesamtes vom Februar erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen im Vergleich zum Vormonat saisonbereinigt um 52.000 auf 43 Millionen. Das waren 543.000 mehr als im Vorjahr.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung legte nach Hochrechnung der Bundesagentur von Dezember auf Januar saisonbereinigt um 55.000 auf 31 Millionen zu. Das waren 731.000 mehr Menschen mit regulärer Beschäftigung als vor einem Jahr. Aktuellere Zahlen zu diesem Thema gab es nicht.

Gleichzeitig ist bei den Unternehmen die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern nach wie vor sehr hoch: Die Zahl der offenen Stellen lag im März bei 635.000 – das waren 92.000 mehr als vor einem Jahr. Besonders gesucht waren Arbeitskräfte in den Berufsfeldern Mechatronik, Energie- und Elektrotechnik, in Verkehr und Logistik sowie im Verkauf.

Von

dpa

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