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02.05.2013

04:08 Uhr

Mai-Demonstrationen

Kampf dem Spardiktat und den Rechten

Am Tag der Arbeit sind Hunderttausende auf die Straße gegangen. In den EU-Krisenländern dominierte der Protest gegen die Sparpolitik. In deutschen Städten gab es Proteste gegen Rechtsextreme, es kam auch zu Krawallen.

Polizisten werden in Frankfurt am Main durch die Demonstranten in abgestellte Fahrräder gedrückt. dpa

Polizisten werden in Frankfurt am Main durch die Demonstranten in abgestellte Fahrräder gedrückt.

BerlinAm Tag der Arbeit haben Hunderttausende Menschen gegen die Sparpolitik in Europa demonstriert. Allein in Deutschland nahmen nach Gewerkschaftsangaben mehr als 400.000 Menschen an Kundgebungen für mehr soziale Gerechtigkeit teil. Auch in den Euro-Krisenländern gingen am 1. Mai wieder viele Tausende auf die Straßen. Von Portugal über Spanien bis Italien standen die Kundgebungen ganz im Zeichen der Wirtschafts- und Arbeitsmarktkrise.

In Spanien protestierten Zehntausende gegen die Sparpolitik der Regierung und forderten Ministerpräsident Mariano Rajoy auf, der Schaffung von Arbeitsplätzen höchste Priorität zu geben. In Portugal prangerte der größte Gewerkschaftsdachverband CGTP die Sparpolitik der Regierung an. In Italien schlugen die Gewerkschaften bei einer großen nationalen Kundgebung in Perugia Alarm. Die gespaltenen französischen Gewerkschaften nutzten den 1. Mai zur Kritik an der sozialistischen Regierung. „Nein zur Sparpolitik - ob von rechts oder von links“ lautete ein Motto.

Auch in Deutschland forderten Gewerkschafter ein Ende des Sparkurses. DGB-Chef Michael Sommer appellierte bei der zentralen Kundgebung in München an die Bundesregierung, nicht nur auf Ausgabenkürzungen in den betroffenen Staaten zu setzen. „Dieser Kontinent darf nicht kaputtgespart werden. Wer Europa retten will, muss ökonomisch durchstarten und die Sozialstaaten stabilisieren.“ IG-Metall-Chef Berthold Huber forderte ein Investitionsprogramm für Europa: „Es ist menschenverachtend, wenn weiter auf dem Rücken der Arbeitslosen, der Kranken und Alten gekürzt wird.“

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

01.05.2013, 23:17 Uhr

Dieser "K(r)ampf gegen Rechts" ist nur noch primitiv und absurd, spaltet künstlich die Gesellschaft und verblödet die Leut.

"Am Abend kam es in Berlin und Hamburg bei sogenannten Revolutionären Mai-Demonstrationen linker Gruppen wieder zu Ausschreitungen."

Ja fein. Von den paar rechten Hansels ließt man solche Ausschreitungen komischerweise nicht, während die Linken mit ihrer selbstgerechten "Ich bin ein besserer Mensch"-Sabbelei munter die halbe Welt abfackeln dürfen.

WER ist denn nun wirklich die Gefahr, der tatsächliche Brandstifter?

Intoleranz ist Intoleranz.

Das Leben ist und braucht eine Balance der (linken & rechten) Kräfte, Ungleichgewichte sind ungesund und machen krank.

Eigentlich wäre es mal an der Zeit, aus diesem primiven, mittelalterlichen 'Vernichtungskampf gegen das Andere' auszutreten.

Wir sind im 21. Jahrhundert, man.

Dietmar

02.05.2013, 00:26 Uhr

Einfach schrecklich die Nazi-Demonstration heute in Dortmund. Organisiert von der Partei -Die Rechte-!

Dabei liest sich das NRW-Wahlprogramm der -Rechten- so schön wie das von der AfD:

1. Wir fordern, in angemessener Zeit die Zweckmäßigkeit eines weiteren Verbleibs Deutschlands in der Europäischen Währungsunion und ggf. die Möglichkeiten für die Wiedereinführung der Deutschen Mark zu prüfen

2. Wir fordern eine Eindämmung ungezügelter Zuwanderung

3. Wir stehen für einen starken Europäischen Verbund

4. Wir fordern, Kinder stärker bei der Rentenberechnung zu berücksichtigen

usw. usw.

Alles nachzulesen auf der Homepage der Rechten und der AfD.

Querschlaeger

02.05.2013, 03:48 Uhr

Nun, wo ist DAS ein Problem? Leben wir in einer Demokratie oder nicht?
Die Sozialisten sind dann am Ende, wenn sie auch das Geld der anderen Leute ausgegeben haben. Und dann zeigen die Sozialisten ihr wahres Gesicht: Diktatur!

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