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19.01.2013

03:58 Uhr

Mali

Bundestagspräsident bemängelt deutschen Einsatz in Mali

Bundestagspräsident Lammert hält den deutschen Einsatz in Mali für ungenügend. Die Entsendung sei ein „Signal, dass wir uns nicht ähnlich wie im Fall Libyen positionieren“.

„Kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand das für den deutschen Beitrag hält.“ dapd

„Kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand das für den deutschen Beitrag hält.“

BerlinBundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat die deutsche Unterstützung für den französischen Militäreinsatz in Mali als ungenügend kritisiert. Der „Saarbrücker Zeitung“ (Samstag) sagte er auf die Frage, ob die Entsendung von zwei Transall-Transportflugzeugen ausreiche: „Sicher nicht. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass irgendjemand das für den deutschen Beitrag hält.“

Er verstehe die Entsendung „eher als ein erstes demonstratives Signal, dass wir uns nicht ähnlich wie im Fall Libyen positionieren“. Im Krieg gegen Libyens Diktator Muammar al-Gaddafi hatte Deutschland eine Beteiligung strikt abgelehnt und sich im UN-Sicherheitsrat enthalten.

In dem Einsatz gegen Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi hatte Deutschland eine Beteiligung strikt abgelehnt und sich im UN-Sicherheitsrat enthalten. Was Deutschland am Ende wirklich in und für Mali leiste, werde Gegenstand der weiteren Entwicklung sein, betonte Lammert. „Dann wird man auch darüber diskutieren müssen, in welcher Form das der Zustimmung des Bundestages bedarf.“

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Die beiden deutschen Transall-Maschinen zur Unterstützung des internationalen Militäreinsatzes in Mali waren am Donnerstag von Deutschland aus gestartet. Sie sollen den Einsatz von Soldaten der Westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS und indirekt damit auch die französische Intervention in Mali logistisch unterstützen.

Kommentare (12)

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19.01.2013, 09:01 Uhr

Nächste Woche, wenn die Landtagswahl in Niedersachsen gelaufen ist, kommen die Transall-Maschinen zurück nach Deutschland um deutsches Material und deutsche Soldaten nach Mali zu fliegen.
Laut Westerwelle geht es doch nur darum, Kriminelle zurück zu weisen.

Gabriel

19.01.2013, 12:44 Uhr

Politikerkinder sollen wir auf gar keinen Fall nach Mali entsenden. Was wird dann aus unserer sich selbst reproduzierenden Elite und deren Sprösslinge werden! Die hochgehobenen Amtsträger haben was Besseres und Wichtigeres zu tun und zwar Richtlinien und solche Einsätze zu bestimmen! Nein sie können noch gut passenden Wortschatz umzudrehen und die naiven mit Ausrufen: Befreiung, Solidarität, Humanität, Menschenrechte, Verteidigung der deutschen Freiheit Tausend Kilometern von unseren Grenzen, Terrorbekämpfung usw. täuschen! In Übersetzung: Umverteilung der Einflusssphären, Durchsetzung globalen Wirtschaftinteressen, Zugang zu strategischen Rohstoffen, Übungsplatz für Militärs, Vernichtung der potentiellen Flüchtlinge usw. Nun solche Amtsträger schicken gerne in Krisenregionen für Drecksarbeit immer die Anderen, weil sie selber edlere Aufgaben haben und ihre Kinder sollen erst Studium absolvieren, bevor sie auch zu „Beratern“ werden…

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19.01.2013, 12:57 Uhr

Und wo wäre da das Problem ?

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