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21.02.2015

13:29 Uhr

Marine-Entscheid

Hubschrauber dürfen über dem Meer fliegen

Erst dürfen sie nicht über dem Meer fliegen, jetzt doch: Die Bundeswehr plant den Ankauf von Marinehubschraubern, die laut „Spiegel“ nicht über Nord- und Ostsee fliegen können. Nun hält das Ministerium dagegen.

Von der Leyens nächstes Fettnäpfchen: Techniker der Bundeswehr an einem Hubschrauber. dpa

Von der Leyens nächstes Fettnäpfchen: Techniker der Bundeswehr an einem Hubschrauber.

BerlinDas Bundesverteidigungsministerium hat Berichten widersprochen, nach denen die Bundeswehr einen neuen Marinehubschrauber bekommen soll, der nicht über Nord- und Ostsee eingesetzt werden darf. „Natürlich wird der MH90 alle Fähigkeiten haben, um im Seeflug und als Rettungshubschrauber eingesetzt zu werden“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Nachrichtenagentur AFP am Samstag in Berlin.

„Das ist eine klare Voraussetzung.“ Der „Spiegel“ berichtete in seiner neuen Ausgabe, ein internes Gutachten des Luftfahrtamts der Bundeswehr warne davor, dass der neu zu beschaffende Marinehubschrauber MH90 nach international gültigen Bestimmungen nicht über Nord- und Ostsee eingesetzt werden dürfe.

Auch medizinische Noteinsätze und der Betrieb einer Rettungswinde seien untersagt. „Die Meldung ist nicht richtig“, sagte der Ministeriumssprecher. Der Prozess der Beschaffung der 18 Hubschrauber stehe noch am Anfang.

Die Mängelliste der Bundeswehr

Kampfhubschrauber

Von den 31 TIGER-Kampfhubschraubern stehen dem Heer derzeit nur 10 zur Verfügung

Transporthubschrauber

Nur 8 von 33 NH90-Transporthubschrauber sind aktuell einsatzbereit

Kampfjets

Der sogenannte Buchbestand an EUROFIGHTER-Kampfjets liegt bei 109, davon sind theoretisch 74 verfügbar, aber nur 42 einsatzbereit.

Marine

Bei der Hubschrauberflotte der Marine sieht es besonders düster aus. Nur 3 von 15 Hubschraubern des Typs SEA KING könnten derzeit abheben. Bei den SEA LYNX sind es 4 von 18.

Fahrzeuge

Bei allem, was Räder hat, sieht es besser aus. Von den 180 gepanzerten BOXER-Transportfahrzeugen könnten aktuell nur 70 in einen Einsatz geschickt werden.

„Es ist ein ganz normaler Vorgang, dass auf dem langen Weg bis zur Einführung eines neuen Systems zahlreiche Tests und Überprüfungen gemacht werden, um ein leistungsfähiges System zu bekommen“, fügte er hinzu. „Das was zählt, sind nicht die vielen Zwischenschritte sondern die Version, die von der Bundeswehr am Ende abgenommen wird. Und diese Version wird leistungsfähig sein.“



Von

afp

Kommentare (1)

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Herr Wolfgang Trantow

27.02.2015, 15:05 Uhr

Das ist Qualität Made in Germany befohlen von deutschen Politikern und managern, nur um Deutschland, bes. die Steurezahler, zu schädigen!

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