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14.12.2015

14:57 Uhr

Massenschlägerei

Ausschreitungen in Hamburger Flüchtlingsheim

Schwere Ausschreitungen hat es am dritten Adventswochenende in einer Flüchtlingsunterkunft in Hamburg gegeben. Bis zu 80 Bewohner gingen in zwei Gruppen aufeinander los. Es war nicht die erste Attacke dieser Art.

Die Polizei nahm zehn Beteiligte der Massenschlägerei vorläufig fest. dpa

Polizeieinsatz in Flüchtlingsunterkunft

Die Polizei nahm zehn Beteiligte der Massenschlägerei vorläufig fest.

HamburgIm Flüchtlingsheim in Hamburg am Grellkamp ist es am dritten Adventswochenende zu zwei schweren Ausschreitungen mit mehreren Verletzten gekommen.

Etwa 60 bis 80 Bewohner aus Syrien und Eritrea gingen am Sonntagabend jeweils in zwei Gruppen aufeinander los, wie die Polizei Hamburg am Montagmorgen mitteilte. Die Männer schlugen mit Stöcken, Steinen und Holzlatten aufeinander ein. Fünf Wachleute und zwei Bewohner wurden dabei leicht verletzt. Nach drei Stunden war der Streit geschlichtet. Die Polizei nahm zehn der Schläger vorläufig fest, alle wurden jedoch noch in der selben Nacht entlassen.

Wo Flüchtlinge in Deutschland wohnen

Flüchtlingswohnheime

In der Regel werden Asylsuchende in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Vor allem die Zustände in den zentralen Einrichtungen der Länder, in denen die Flüchtlinge nur kurz bleiben sollen, stehen in der Kritik. Oft müssen Männer, Frauen und Kinder auf engem Raum zusammenleben. (Quelle: dpa)

Wohnungen

Verschiedene Kommunen bringen Flüchtlinge in Privatwohnungen unter. Allerdings gibt das der Wohnungsmarkt nicht in allen Städten her - auch weil die Mieten zu hoch sind.

Schulen, Altenheime, Kasernen

In manchen Städten stehen Gebäude leer, die einst für Schüler, Alte oder Soldaten gebaut wurden. Nun leben Flüchtlinge darin - etwa in Heidelberg in einer alten Kaserne.

Container und Zelte

Container und Zelte können recht schnell aufgebaut werden. Das macht sie an vielen Orten im Notfall beliebt. Anwohner stören sich allerdings nicht selten an den Zeltstädten.

Hotels

Aus Touristenziel wird Flüchtlingsunterkunft. In der Not mieten Behörden auch Zimmer in nicht ausgelasteten Hotels an. So wurde in Sachsen ein altes Vier-Sterne-Haus umfunktioniert.

Wohnschiffe

Schwimmende Schlafplätze für Flüchtlinge hat es in der Vergangenheit bereits gegeben - etwa in Hamburg. Die Hansestadt plant nun erneut, Wohnschiffe für Asylsuchende ankern zu lassen.

Bereits am Samstag attackierten sich insgesamt rund 50 Syrer und Eritreer in der Zentralen Erstaufnahme. Ein Bewohner wurde dabei verletzt. Festgenommen wurde niemand. Zu beiden Auseinandersetzungen waren bislang keine Hintergründe bekannt.

Von

dpa

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