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24.01.2016

16:50 Uhr

Massentierhaltung

Umweltministerin will „industrielle Tierfabriken“ ausbremsen

Weil viele kleine Höfe unter dem Druck der Massentierhaltungsbetriebe schließen müssen, will sich Umweltministerin Barbara Hendricks jetzt mit den Großen der Intensivtierhaltung anlegen. Sie sollen Privilegien verlieren.

Die Bundesumweltministerin will versuchen, gegen die wachsenden Strukturen der Intensivtierhaltung in Deutschland vorzugehen. Leicht dürfte eine Umstellung nicht werden. dpa

Barbara Hendricks

Die Bundesumweltministerin will versuchen, gegen die wachsenden Strukturen der Intensivtierhaltung in Deutschland vorzugehen. Leicht dürfte eine Umstellung nicht werden.

BerlinBundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) will die Massentierhaltung einschränken. „Wir brauchen eine Umkehr in der Tierhaltung“, sagte die Ministerin der „Bild am Sonntag“. Sie nannte es eine „Fehlentwicklung“, dass „industrielle Tierfabriken immer größer werden, während Zehntausende kleine Bauernhöfe sterben“.

Dem Bericht zufolge plant Hendricks vor allem, gesetzliche Sonderregelungen für Intensivtierhaltungen abzuschaffen. Diese ermöglichen es Massentierhaltern demnach bislang, Auflagen zu umgehen. So würden statt einer einzigen Baugenehmigung für einen großen Tierstall formal mehrere kleinere Ställe nacheinander für jeweils eine kleinere Anzahl von Tieren beantragt. Außerdem will Hendricks laut „BamS“ den Gestank von Massentierställen durch schärfere Vorgaben für den Staub- und Ammoniakausstoß der Anlagen verringern.

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Am Rande der Internationalen Grünen Woche vom 15. bis 24. Januar in Berlin hatte es wiederholt Proteste gegen Massentierhaltung gegeben. Zudem war Mitte Januar ein Volksbegehren in Brandenburg gegen Massentierhaltung erfolgreich abgeschlossen worden.

Von

afp

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