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25.10.2015

08:25 Uhr

Maue Umfragewerte für CDU und CSU

Union rutscht in der Wählergunst ab

In der Union herrscht Knatsch über die Flüchtlingspolitik – und auch die Wähler sehen CDU und CSU so kritisch wie lange nicht mehr. Die Zustimmungswerte sind so schlecht wie seit drei Jahren nicht mehr.

Die Kritik an der Flüchtlingspolitik der Regierungschefin wird auch in der eigenen Partei lauter. dpa

Bundeskanzlerin Merkel

Die Kritik an der Flüchtlingspolitik der Regierungschefin wird auch in der eigenen Partei lauter.

BerlinDie Union verliert einer Umfrage zufolge bei den Bundesbürgern weiter an Zustimmung. Wenn am Sonntag Bundestagwahl wäre, kämen CDU und CSU nach der jüngsten Emnid-Erhebung für „Bild am Sonntag“ auf nur noch 36 Prozent. Das ist abermals ein Punkt weniger als in der Woche zuvor und der tiefste Wert seit mehr als drei Jahren.

Allerdings kann die SPD nicht von der Unionsschwäche profitieren, sie verharrt bei 26 Prozent. Die Grünen legen um einen Punkt auf 10 Prozent zu. Linke (10 Prozent) und AfD (7 Prozent) bleiben unverändert, ebenso die FDP (5 Prozent), die damit in den Bundestag zurückkehren würde. Die sonstigen Parteien erreichen wie in der Vorwoche 6 Prozent. Die Meinungsforscher von Emnid befragten zwischen dem 15. und 21. Oktober insgesamt 2312 repräsentativ ausgewählte Menschen.

Auch in der eigenen Partei verliert Bundeskanzlerin Angela Merkel an Zustimmung. Angesichts der Flüchtlingskrise warnt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble die Union vor einer Zerreißprobe. Schäuble habe in der jüngsten Sitzung des CDU-Präsidiums darauf hingewiesen, dass die Stimmung der Parteimitglieder in der Flüchtlingsfrage „dramatisch“ schlecht sei, berichtete das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Den insbesondere von CDU-Generalsekretär Peter Tauber geschilderten großen Rückhalt in der Partei für den Kurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sehe er nicht. Wenn das neue Asylpaket der Bundesregierung nicht bald Wirkung zeige, werde das Verhältnis der Parteispitze zur Basis Schaden nehmen, sagte Schäuble demnach weiter.

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